Der 3D-Drucker ermöglicht kreative, agile Prozesse in der Prototyp-Erstellung. (Bildquelle: Xioneer)

Der 3D-Drucker ermöglicht kreative, agile Prozesse in der Prototyp-Erstellung. (Bildquelle: Xioneer)

Die Entwicklung medizinischer Geräte scheitert oft an der langsamen Prototyp-Erstellung. Nachträgliche Verbesserungen oder Änderungen an den Komponenten sind nur begrenzt möglich, weil mit bisherigen Methoden jeder Zyklus viel Zeit in Anspruch nimmt. Mit dem neuen Drucker hingegen sind Prototypen meist innerhalb eines Tages fertig. Dies ermöglicht kreative, agile Prozesse und ausführliche Tests. Der 3D-Drucker verfügt über fast 30 Liter Druckvolumen. Zudem ist er ist mit zwei unabhängigen Druckköpfen ausgestattet. Doppelmaterial-3D-Drucker sind normalerweise mit zwei Düsen ausgestattet, die zusammen an einem größeren Druckkopf befestigt sind. Während eine Düse in Betrieb ist, tropft meistens Material aus der inaktiven Düse, wodurch das Modell Schönheitsfehler erhält. Die neue Technologie des Wiener Unternehmens verhindert dies, durch die Anwendung von zwei separaten Druckköpfen. Während einer der Druckköpfe den Druckauftrag ausführt, befindet sich der andere in der Parkstellung. Daraus ergibt sich ein makelloser Druck, da kein Material vom inaktiven/geparkten Druckkopf auf das Produkt gelangt. Des Weiteren haben beide Düsen den gleichen Abstand zur Druckoberfläche, damit keine Druckfehler und keine Maschinenschäden entstehen. Das Auswechseln der Düsen, der Transport sowie die umfangreiche Nutzung des Druckers beeinträchtigen den Düsenabstand, was zu einer unzuverlässigen Leistung des 3D-Druckers führt. Mithilfe der zwei separaten Druckköpfe stellt der Drucker die Höhen beider Düsen ganz einfach während des automatischen Kalibriervorgangs ein.