Thomas Herrmann kann auf eine erfolgreiche Dekade als CEO zurückschauen. (Bildquelle. Herrmann Ultraschall)

Thomas Herrmann kann auf eine erfolgreiche Dekade als CEO zurückschauen. (Bildquelle: Herrmann Ultraschall)

Wichtige Beiträge zum erfolgreichen Jahresabschluss leistete das OEM Komponentengeschäft in Asien und Südamerika sowie die erfolgreiche US-Tochter Herrmann Ultrasonics. Auch die Japan-Tochter nehme in allen Geschäftsbereichen Fahrt auf, teilte das Unternehmen weiter mit. Strategisch sei mit Standorten in nun 19 Ländern die von Kunden geforderte Marktnähe ausgebaut worden, vor allem in Brasilien, Japan, Südostasien, aber auch in Europa.

„Das erneut gute Jahresergebnis spiegelt die erfolgreichen Veränderungen der vergangenen zehn Jahre wider“, kommentiert CEO Thomas Herrmann. „Die Führungsstruktur und -kultur im Headquarter in Karlsbad wurde überarbeitet und hierarchische Organisationsstrukturen durch Führungskreise ersetzt. Seit zwei Jahren läuft ein umfangreiches Lean Management Projekt, das neben der Produktion auch die Verwaltung einbezieht. Ziel ist eine gesteigerte Produktivität und bessere Qualitätssicherung – und die Lebensqualität unserer Belegschaft.“

Neuer Geschäftsbereich Metal startet in diesem Jahr

Herrmann Ultraschall will den Wandel zu neuen Antriebstechnologien nutzen und neben Kunststoffen künftig auch Nichteisenmetalle wie Kupfer und Aluminium verschweißen. Basierend auf einem Markteintrittskonzept werden bis Ende 2018 zwei neue Maschinen an den Start gehen.

Digitalisiert und vernetzt

Der volldigitale Ultraschallgenerator des Unternehmens erzeugt den Ultraschall rein digital und ist damit per Software steuerbar. Die Einbindung in die Produktionslinie des Anwenders und die Kommunikation mit übergeordneten Steuerungen ist gut möglich. Prozessdaten lassen sich über Softwaretools speichern und auswerten. Eine abgespeckte, aber leistungsstarke und vernetzungsfähige Generator-Variante speziell für Maschinenbauer im Verpackungs-, Automotive und Konsumgüterbereich ergänzt seit zwei Jahren das Portfolio. Der Anteil am Komponenten-Geschäft mit Automatisierern konnte damit deutlich erhöht werden. Auch im mittleren bis unteren Preissegment wurde das Produktportfolio ausgebaut.

Schwerpunkt Corporate Responsibility

Mit dem Beitritt zur WIN-Charta Baden-Württemberg (Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit) verpflichtet sich das Unternehmen freiwillig zu mehr Nachhaltigkeit. Arbeitskreise speziell zum Thema Mitarbeiterwohlbefinden wurden gegründet: Arbeitszeitmodelle und Work-Life-Balance stehen im Mittelpunkt. Ein lokales Hilfsprojekt zum Bienenschutz geht im Juni an den Start. Das Unternehmen will auch Anreize zum Umdenken schaffen und stellt der Belegschaft zwei Elektromobile zur Verfügung.

Investition in die Zukunft

Am Standort Karlsbad investiert Herrmann Ultraschall gerade 20 Millionen in eine Gebäudeerweiterung von 9000 m². 100 neue Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. Eine hauseigene Akademie zum Wissenstransfer und eine Ausbildungsquote von 13 Prozent seien weitere wichtige Maßnahmen für die Zukunft, teilte das Unternehmen weiter mit.