Zeitplan für die 5G-Mobilfunk-Standardisierung (blau) und industrielle Einsatzfähigkeit (grün). (Bildquelle: ZVEI)

Zeitplan für die 5G-Mobilfunk-Standardisierung (blau) und industrielle Einsatzfähigkeit (grün). (Bildquelle: ZVEI)

In dieser Arbeitsgemeinschaft aus 26 Mitgliedern haben sich sowohl Automatisierungshersteller und Fertigungsindustrie als auch führende Organisationen aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik-Industrie zusammengeschlossen. Sie bringen ihre Vorstellungen aktiv in die Standardisierung und Regulierung von 5G mit ein. Gleichzeitig identifiziert und analysiert sie mögliche Anwendungsfälle und die damit einhergehenden Anforderungen seitens der Industrie. „5G wird das zentrale Nervensystem der Fabrik der Zukunft werden und sich disruptiv auf die industrielle Fertigung auswirken“, sagt der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Dr. Andreas Müller von Bosch. „In der 5G-ACIA bringen wir erstmalig alle wichtigen Akteure weltweit zusammen. Dadurch sind wir in der Lage, konzertiert und zielgerichtet daran zu arbeiten, dass die Belange der Industrie entsprechend berücksichtigt werden.“ In ihrem Whitepaper ‚5G for Connected Industries and Automation‘ gibt die Initiative einen ersten Überblick über das Thema und stellt ihre Ziele vor; siehe dazu den Link am Ende dieses Artikels.

Die Mitglieder der 5G-ACIA

Zu den derzeit 26 Mitgliedern zählen: Beckhoff, Bosch, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Deutsche Telekom, Endress+Hauser, Ericsson, Festo, Fraunhofer Gesellschaft, Harting, Hirschmann Automation & Control, Huawei, Infineon, Institut für industrielle Informationstechnik (inIT), Institut für Automation und Kommunikation e.V. (ifak), Intel, Mitsubishi, Nokia, NXP, Pepperl+Fuchs, Phoenix Contact, R3 – Reliable Realtime Radio Communications, Siemens, Trumpf, Vodafone, Weidmüller und Yokogawa.

Zum Stand der 5G-Standardisierung

Mobilfunkfirmen und Mobilfunkausrüster arbeiten derzeit noch an der Spezifikation für den Mobilfunk-Standard 5G, aber bis 2020 soll die 5. Generation des Mobilfunks marktreif sein. Die Koordination der 5G-Telekommunikationsarbeiten übernimmt die Internationale Fernmeldeunion (ITU) in Genf. Die ITU ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UN).

Im Vergleich zum 4G-Standard wird bei der 5G-Technik mit den folgenden Eigenschaften gerechnet:

  • Datenraten bis zu 10 Gbit/s
  • Nutzung höherer Frequenzbereiche
  • Erhöhte Frequenzkapazität und Datendurchsatz
  • Echtzeitübertragung, weltweit 100 Milliarden Mobilfunkgeräte gleichzeitig ansprechbar
  • Latenzzeiten von unter 1 ms
  • Kompatibilität von Maschinen und Geräten
  • Senkung des Energieverbrauchs je übertragenem Bit (1/1000) und 90 Prozent geringerer Stromverbrauch je Mobildienst

(dw)