Produktmuster, die auf der Spritz-Streck-Blasformmaschine hergestellt wurden. (Bildquelle: Kiefel/MouldMatic)

Produktmuster, die auf der Spritz-Streck-Blasformmaschine hergestellt wurden. (Bildquelle: Kiefel/MouldMatic)

Wie die Anlage den Anforderungen des Marktes genügt, verrät ein genauer Blick auf die Konstruktion. Am Anfang der linear aufgebauten Maschine steht die Spritzgießeinheit. Dabei handelt es sich um eine vertikale, hydraulische Engel-Maschine mit bis zu 4.000kN Schließkraft und einer Aufspannfläche von bis zu 800 mal 1.000mm – abhängig von der Anlagengröße. Die Plastifiziereinheit verarbeitet PET, PP und HDPE. Hier entstehen die Vorformlinge, je nach Produkt in zwischen acht bis 64 Kavitäten. Jede Maschine lässt sich mit einer Einheit zur Herstellung von Multilayer-Vorformlingen aufrüsten. So können auch Vorformlinge aus PP mit Barriereschichten aus EVOH oder PET mit PA hergestellt werden. Noch warm entnimmt sie ein Linearroboter mit Greifdorn und übergibt die Vorformlinge an die Streck-Blas-Einheit mit einer Zuhaltekraft von bis zu 400kN. Die Maschine arbeitet mit ein- bis vierreihigen Blaswerkzeugen, die Vorformlinge mit Durchmessern von 10 bis 150mm aufnehmen. Jede Kavitätenreihe hat ein eigenes Vor- und Hauptblasventil, sodass sich der Vor- und Hauptblasdruck individuell einstellen lässt. Damit ist es möglich, unterschiedliche Produktvarianten auf einem Werkzeug laufen zu lassen. Die Ventiltechnik ermöglicht es, den Vor- und Hauptblasdruck in Schritten von 0,1bar einzustellen. Mit einer kundenspezifischen Blasstudie wird so jeweils bei der Abmusterung die optimale Materialverteilung im Blaswerkzeug festgelegt.