Zur 4. Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing (AM) im VDMA kamen rund 60 Teilnehmer. Das Treffen fand bei dem Maschinenbauer Arburg in Loßburg statt. (Bildquelle: Arburg)

Zur 4. Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing (AM) im VDMA kamen rund 60 Teilnehmer. Das Treffen fand bei dem Maschinenbauer Arburg in Loßburg statt. (Bildquelle: Arburg)

Zusätzlich zur Neuwahl des Vorstands am 12. April in Loßburg wurde dieser auch von 6 auf 8 Mitglieder erweitert. Neben dem Vorstandsvorsitzenden Hauck kamen neu dazu: Patrick Diederich, Geschäftsführer der beiden Firmen Sauer und Realizer unter dem Dach von DMG Mori in Pfronten; Dr. Karsten Heuser, Vice President for Additive Manufacturing bei Siemens Digital Factory in Erlangen; Alexander Jakschik, Vorstand für Vertrieb und Finanzen bei ULT in Löbau; Carsten Merklein, Verantwortlicher für den Bereich Additive Manufacturing bei der Schaeffler Technologies in Herzogenaurach. In ihren Ämtern bestätigt haben die Mitglieder als stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Tobias Baur, Bereichsleiter Additive Manufacturing der Trumpf Laser- und Systemtechnik in Ditzingen und als Vorstandsmitglieder Dr. Ioannis Ioannidis, Präsident und CEO von Oskar Frech in Schorndorf sowie Heinz Gaub, Geschäftsführer Technik bei Arburg. Die bisherigen Vorstände Ulli Klenk und Dr. Eric Klemp von Voestalpine schieden aus beruflichen Gründen aus. „Wir danken beiden für ihr Engagement. Insbesondere hat Ulli Klenk als Vorstandsvorsitzender der Anfangsjahre großen Anteil an der positiven Entwicklung unserer Arbeitsgemeinschaft“, erklärte Dr. Markus Heering, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing im VDMA.

Seit der Gründungsveranstaltung im Mai 2014 ist die Zahl der Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft von 40 auf derzeit 136 gewachsen, berichtete Rainer Gebhardt, Projektleiter der Arbeitsgemeinschaft. „Fast monatlich stoßen neue Firmen hinzu. Heute sind alle Bereiche der additiven Wertschöpfungskette und verschiedenste Verfahren aus dem Metall- und Kunststoffbereich in unserer Arbeitsgemeinschaft vertreten.“ Davon sind 41 Prozent Nutzer von AM-Verfahren und AM-Bauteilen, 22 Prozent sind Zulieferer (Materialien, Komponenten und Software), 18 Prozent sind Dienstleister und Lohnfertiger; AM-Anlagenbauer und Forschungsinstitute stellen jeweils 10 Prozent Mitglieder.

Bei den Fachvorträgen stellten mehrere Referenten praktische Anwendungen des 3D-Drucks mit Kunststoffen und Metallen vor. Im Bild: Heinz Gaub von Arburg bei seinem Vortrag. (Bildquelle: VDMA)

Bei den Fachvorträgen stellten mehrere Referenten praktische Anwendungen des 3D-Drucks mit Kunststoffen und Metallen vor. Im Bild: Heinz Gaub von Arburg bei seinem Vortrag. (Bildquelle: VDMA)

Bei den Fachvorträgen stellte Martin Neff von Arburg die Möglichkeiten vor, mit dem Kunststoff-Freiformen (AKF) unter Verwendung qualifizierter Standardgranulate Großserienbauteile zu individualisieren. Für medizintechnische Anwendungen zertifizierte Kunststoffe ermöglichen zudem die Anfertigung individuell angepasster Implantate. Wenn gewünscht, lösen diese sich nach und nach im Körper auf – und werden von nachwachsenden Knochenzellen ersetzt. Daneben seien mit dem AKF-Verfahren auch Zwei-Kunststofflösungen und individuelle Bauteile aus leitfähigen Materialien realisierbar.

Bei den weiteren Vorträgen ging es um metallisches AM. Die Vortragenden zeigten vor allem Potentiale für die AM in der Herstellung von Betriebsmitteln wie metallischen Ersatzteilen oder Kühlkanälen für Werkzeuge auf. Auch für Kleinserien, etwa Anwendungen mit anspruchsvollen Geometrien wie Pumpenlaufrädern, gibt es industrielle Anwendungen.