Die Messe spiegelt die Entwicklung der 3D-Druck-Branche wider. (Bildquelle: Mesago)

Mit derzeit 50 Prozent mehr Vorbuchungen nimmt die Formnext weitere Rekorde ins Visier. Bis Mitte März haben sich 50 Prozent mehr Aussteller angemeldet als zur selben Zeit im Vorjahr für die letzte Ausgabe. Damit spiegelt die Messe die Entwicklung der 3D-Druck-Branche wider. (Bildquelle: Mesago)

Bis Mitte März 2018 bereits 88 Neuaussteller aus 19 Ländern für die Formnext 2018 angemeldet. Dies lässt sich als Indikator für die Branche interpretieren. So suchen Unternehmen immer stärker nach lohnenswerten Anwendungen und Geschäftsmöglichkeiten. „Die AM-Branche und die formnext als ihre Leitmesse sind erwachsen geworden und in der Industrie angekommen“, erklärt Sascha Wenzler, Bereichsleiter Formnext bei der Mesago, Stuttgart.

Neben 3D-Druckern auch Software und Nachberarbeitung

In diesem Jahr will er an die erfolgreiche Entwicklung der letzten beiden Jahre anknüpfen. Dazu baut er das Spektrum des Austellungsangebots entlang der Prozesskette aus. Neben den Maschinen und Materialien für die additive Fertigung sollen nun auch die Software und Postprocessing in den Fokus rücken. Zu Letzterem gehören beispielsweise die Pulverentfernung, Oberflächenbearbeitung oder Wärmebehandlung. Auch der komplexe Werkzeugbau soll stärker berücksichtigt werden.

Die Entwicklung der vergangenen Jahre bestätigt laut Veranstalter, dass in diesen Pre- und Postprocessings ein beträchtlicher Teil der Wertschöpfung stattfindet. „Für uns als Veranstalter der Formnext ist es deshalb umso wichtiger, diese Marktentwicklungen auf der Messe darzustellen, sowie den Messebesuchern künftige Trends und komplette Lösungen für ihre moderne Produktion zu zeigen“, betont Wenzler.

Diese Bemühungen belohnen bereits die Akquise von neuen Ausstellern aus dem Bereich Postprocessing. Zu diesen gehören MHG Strahlanlagen, Postprocess Technologies und Leering Hengelo.


Marktübersicht Dienstleister der Additiven Fertigung

Die Marktübersicht enthält Auftragsfertiger, die Bauteile mithilfe von additiven Verfahren herstellen. In der Regel bieten die Unternehmen mehrere 3D-Druck-Verfahren an, darunter Fused Deposition Modeling (FDM), Lasersintern, Laserschmelzen und Stereolithografie. An Werkstoffen steht in der Regel ein breites Angebot an Kunststoffen und Metallen zur Auswahl, je nach Verwendungszweck. Dieser erstreckt sich von bloßen Modellen über funktionsfähige Prototypen bis zu vollwertigen Ersatzteilen oder Werkzeugeinsätzen.

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Seminarreihe Discover 3D Printing wird fortgesetzt

Im Rahmen der Formnext 2017 rief der Veranstalter die Seminarreihe Discover 3D-Printing ins Leben. Gemeinsam mit dem Aachen Center for Additive Manufacturing (Acam) findet die Reihe auch in diesem Jahr statt. Zusätzlich wird sie auf weitere Messen übertragen. So ist sie auf der PCIM in Nürnberg zu finden und außerdem auf der Achema und der Automechanika, beide in Frankfurt. Damit erschließen sich der additiven Fertigung weitere Anwenderbranchen aus der Leistungselektronik, der chemischen Prozessindustrie und der Automobilindustrie. Ihren diesjährigen Abschluss findet die Seminarreihe dann wieder auf der Formnext 2018 in Frankfurt.

Die Formnext 2018 findet vom 13. bis 16. November in Frankfurt statt.

(dl)


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