Das modulare System zur Wiederaufbereitung kann bis zu 55 Prozent des Abrasivs recyclen. Bildquelle: STM

Das modulare System zur Wiederaufbereitung kann bis zu 55 Prozent des Abrasivs recyclen. Bildquelle: STM

Wasserstrahl-Schneidanlagen benötigen für den laufenden Betrieb Wasser und Abrasivsand. Letzterer ist der größte variable Kostenfaktor beim Wasserstrahlschneiden und eine knappe Ressource. Dieses Potenzial hat der Wasserstrahl-Schneidanlagen-Hersteller STM erkannt und mit dem One-Clean ein modulares System zur Schonung dieser natürlichen Ressource entwickelt. Das Abrasiv-Recycling-Modul des Systems ermöglicht es, mehr als die Hälfte des Granatsands für weitere Schneidaufträge zu recyceln. Das spart Beschaffungs-, Entsorgungs- und Transportkosten, die bei ca. 50 Tonnen Abrasiv-Verbrauch pro Jahr eine Amortisierung der Anschaffung innerhalb von drei bis fünf Jahren möglich machen.

Ein spezifischer Hydrofilter sondert über ein spezielles Verfahren Grob- und Feinteile aus dem gebrauchten Abrasiv in den Auffangbehälter des Basismoduls ab, wobei zu grobe und zu feine Bestandteile ausgeschieden werden. Das Gebrauchtabrasiv wird energieeffizient getrocknet und automatisch mit neuem Abrasiv aus dem Abrasivbehälter vermischt, um eine stabil hohe Abrasivqualität zu gewährleisten. Mit diesem System sind je nach Qualität und Schneidgeschwindigkeit bis zu 55 Prozent des gebrauchten Abrasivs wiederverwendbar. Der benötigte Energieaufwand für die Wiederaufbereitung des Abrasivs ist mit 3 bis 6 kW minimal. „Die Schnittqualität bleibt im Vergleich zu neuem Abrasiv gleich“, so STM-Geschäftsführer Jürgen Moser. „Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch das Budget“.

Modulare Bauweise

Das Abrasiv-Recycling ist eines von fünf zueinander in Beziehung stehenden Modulen des One-Clean-Systems. Die Anlage kann mit einem kleinen Investment in Betrieb gesetzt und nach Bedarf jederzeit erweitert werden. Alle Module sind hochqualitative Markenkomponenten, die das Unternehmen mitentwickelt hat. Eine solide Konstruktion, ein Zentralrahmen aus Edelstahl und die Verkleidung aus Aluminium sorgen für eine hohe Verschleißfestigkeit und Belastbarkeit.

Das System ist so kompakt, dass es direkt in den Unternehmen der Anwender zum Einsatz kommen kann, auch wenn diese eine Anlage eines Fremdunternehmens nutzen. Alle Module sind auf kleinstem Raum verbaut und der Energiebedarf ist fünfmal niedriger als bei vergleichbaren Systemen. Der Wasserstrahl-Schneidanlagen-Hersteller zeigt damit, dass Kosteneffizienz keinesfalls im Widerspruch zu einer nachhaltigen und umweltschonenden Arbeitsweise steht.

Die Wirtschaftskammer Österreich vergibt im Rahmen der Staatspreis-Verleihung den Sonderpreis Econovius, der an das innovativste kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geht. Mit der Nominierung konnte sich STM u.a. in puncto Innovationsgrad und unternehmerische Leistung gegenüber zahlreichen Bewerbern durchsetzen und zählt damit österreichweit zu den innovativsten Unternehmen des Landes.