Die spanischen Kunststoffverarbeiter wollen sich verstärkt um den Export ihrer Produkte kümmern. (Bildquelle: Angela Jones/Fotolia.com)

Der Umsatz des globalen Maschinenbau wuchs im Jahr 2017 um 1 Prozent – nachdem er im Jahr zuvor sank. (Bildquelle: Angela Jones/Fotolia.com)

Nach ersten Schätzungen der VDMA-Volkswirte stieg der Umsatz mit Maschinen und Anlagen (ohne Serviceleistungen) in Europa um 6 Prozent auf 777 Mrd. EUR. Das war der höchste Zuwachs seit dem Jahr 2011.

Europa übertraf damit auch die Entwicklung auf dem weltweiten Maschinenmarkt deutlich. Dessen Gesamtumsatz stieg leicht um 1 Prozent auf 2,6 Billionen EUR. Im Jahr zuvor sank der Umsatz noch um 1 Prozent. „Im Jahr 2017 sind die Investitionen in der Industrie endlich angesprungen, insbesondere in den EU-Ländern. Die Konjunktur auf dem europäischen Markt hat im Laufe des vergangenen Jahres erkennbar an Fahrt gewonnen. Und 2018 dürfte sich der Aufschwung im Maschinenbau fortsetzen“, bewertet VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers die Entwicklung.


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Der deutsche Maschinenbau verteidigt Platz 3

Deutschland hat auch im vergangenen Jahr seine seit 2013 eingenommene Position als drittgrößter Maschinenproduzent der Welt gehalten. Für das Jahr 2017 schätzt der VDMA das Umsatzvolumen auf 274 Mrd. EUR, was einem Plus von 5 Prozent entspricht. Damit entfielen fast 11 Prozent des weltweiten Maschinenumsatzes auf die Bundesrepublik (Berechnungsbasis: alle Unternehmen, auch mit weniger als 50 Beschäftigten).

China blieb im Jahr 2017 mit deutlichem Abstand der weltgrößte Maschinenhersteller. Auf dieser Position befindet sich das Land seit 2009. Allerdings ging der Umsatz zurück: Ein Gesamtumsatz von 910 Mrd. Euro entsprach einem Rückgang um fast 6 Prozent zum Vorjahr. In nationaler Währung (Renminbi) gemessen, fiel dieser Rückgang allerdings mit minus 2 Prozent geringer aus.

Auf Platz 2 im globalen Länder-Ranking folgten, wie schon in den Vorjahren, die USA. Hier stieg der Umsatz um voraussichtlich 3 Prozent auf 326 Mrd. EUR. Auch in Japan (Platz 4) erhöhten die Maschinenhersteller ihren Umsatz um 2 Prozent auf 243 Mrd. EUR. Italien, die Nummer 5 im Welt-Maschinenbau, erhöhte den Umsatz um voraussichtlich 5 Prozent auf 119 Mrd. EUR. Die ersten fünf Länder der Rangliste stehen für 73 Prozent des gesamten Weltmaschinenumsatzes.

Asien blieb 2017 mit deutlichem Vorsprung die größte Fertigungsregion im globalen Maschinenbau. Allerdings schrumpfte dieser Markt um knapp 3 Prozent auf 1,36 Billionen EUR. Mehr als die Hälfte des gesamten Weltmaschinenumsatzes stammt weiterhin aus Asien. Der amerikanische Kontinent legte um 5 Prozent auf 407 Mrd. EUR zu und war damit nach Asien und Europa abermals drittgrößte Absatzregion.

Weitere Zahlen, auch im Jahresvergleich zwischen 2010 und  2017, liefert das PDF, das der VDMA bereitstellt.