Lanxess hat am Standort Krefeld-Uerdingen eine weitere Produktionslinie für Compounds auf Basis von PA 6, PA 66 und PBT in Betrieb genommen. (Bildquelle: Lanxess)

Lanxess hat am Standort Krefeld-Uerdingen eine weitere Produktionslinie für Compounds auf Basis von PA 6, PA 66 und PBT in Betrieb genommen. (Bildquelle: Lanxess)

Die neue Compoundierstraße ergänzt im Werk Krefeld-Uerdingen die Anlagen, die Polyamid-Compound der Marke Durethan sowie PBT-Compounds der Marke Pocan herstellen. Für sie investierte Lanxess, Köln, 7 Mio. EUR.

„Wir reagieren mit dieser Investition vor allem auf die Entwicklung neuer Mobilitätsformen wie etwa die Elektromobilität, aber auch auf Trends in der Elektro-Elektronik-Branche wie die Industrie 4.0, die zu einer wachsenden Nachfrage nach komplexen Thermoplast-Compounds führen“, erklärt Dr. Michael Zobel, Leiter des LANXESS-Geschäftsbereichs High Performance Materials.

Für GFK oder hochgefüllte Compounds geeignet

Die neue Linie besteht aus einem Doppelschneckenextruder mit präziser Verwiegung sowie effizienter Kühl- und Klassiertechnologie. „Der Extruder ist mit allem Equipment ausgestattet, das zur wirtschaftlichen Herstellung anspruchsvoller Compounds in hoher Qualität notwendig ist“, erklärt Dr. Stefanie Nickel, Leiterin Compounding im Geschäftsbereich High Performance Materials.

„Die Linie eignet sich zum Beispiel sehr gut für unsere mit Glasfasern hochverstärkten Polyamide, die im strukturellen Leichtbau von Automobilen Verwendung finden.“ Außerdem bietet sie sich zur Produktion von Compounds mit hohen Mineralgehalten an, die in wärmeleitenden Gehäuseteilen etwa bei der Miniaturisierung von elektronischen Baugruppen zum Einsatz kommen. „Großes Potenzial sehen wir weiterhin bei flammgeschützten Compounds zum Beispiel für Bauteile in Elektroantrieben“, führt Nickel weiter aus.