Wacker bleibt auf Wachstumskurs, doch der starke Euro drückt den Gewinn.
(Bildquelle: Storm/Fotolia)

Wacker bleibt auf Wachstumskurs, doch der starke Euro drückt den Gewinn.
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Wacker Chemie hat im Geschäftsjahr 2017 wie bereits gemeldet bei allen Steuerungskennzahlen die eigene Prognose erreicht beziehungsweise übertroffen. Wie der Münchner Chemiekonzern bei der Vorlage seines Geschäftsberichts heute bekannt gab, wuchs der Konzernumsatz mit 4,92 Mrd. EUR (2016: 4,63 Mrd. EUR) gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent.

Wachstum für 2018 fest im Blick

Im Geschäftsbericht gibt das Unternehmen auch einen Ausblick für 2018. Das Ebita soll 2018 leicht stärker zulegen als der Umsatz, so die Prognose. wacker Silicones erwartet ein Plus im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Bei Wacker Polymers und Wacker Biosolutions wird der Umsatzanstieg voraussichtlich im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen.

Das Ebita von Wacker Silicones soll bei teilweise höheren Rohstoffpreisen gegenüber dem Vorjahr um einen mittleren einstelligen Prozentsatz steigen. Wacker Polymers geht wegen voraussichtlich weiter steigender Rohstoffpreise und einer planmäßigen Produktionsabstellung im 2. Quartal von einem Ebita auf dem Niveau des Vorjahres aus.

Bei Wacker Biosolutions werden die Integrationskosten für den neuen Standort des Bereichs in Spanien die Ebita-Entwicklung im Jahr 2018 beeinflussen. Das Ebita wird deutlich unter dem Vorjahr liegen. In seinem Polysiliciumgeschäft geht das Unternehmen für das Jahr 2018 auf Grund des gegenwärtigen Stillstands der Produktionsanlagen in Charleston von Absatzmengen auf Vorjahresniveau mit niedrigeren Durchschnittspreisen für Polysilicium aus. Der Umsatz wird deshalb um einen hohen einstelligen Prozentbereich unter dem Wert des Vorjahres erwartet. Das Ebita wird durch weiter erfolgreiche Kostenreduktionen und der Berücksichtigung von Versicherungsleistungen leicht über Vorjahr sein.

Starker Euro verteuert Rohstoffe

Insgesamt erwartet der Konzern im Geschäftsjahr 2018 weiter steigende Rohstoffpreise und Gegenwind durch den stärkeren Eurokurs gegenüber dem US-Dollar. Auf Grund dieser Rahmenbedingungen soll der Konzernumsatz um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz steigen. Das Ebita soll weiter wachsen und um einen mittleren einstelligen Prozentsatz über dem Vorjahr liegen. Die Ebita-Marge erwartet Wacker leicht über dem Vorjahr. Die Investitionen werden mit rund 470 Mio. EUR deutlich höher sein als im Vorjahr, vor allem um das Wachstum im Geschäftsbereich Wacker Silicones begleiten zu können. Die Abschreibungen liegen mit rund 550 Mio. EUR deutlich unter Vorjahr. Beim Konzernjahresüberschuss aus fortgeführten Aktivitäten rechnet der Konzern mit einem deutlichen Anstieg. Der Netto-Cashflow soll deutlich positiv sein, auf Grund der höheren Investitionen aber deutlich unter dem Vorjahr liegen. Die Nettofinanzschulden werden auf dem Niveau des Vorjahres bleiben.

 

Der komplette Geschäftsbericht steht auf den Internet-Seiten von Wacker unter Investor Relations zum Download zur Verfügung.

 

[ega]