VDMA: digitaler Wandel fördert Wohlstand

Die Studie „Digitale Dividende im Mittelstand“ der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH) und des Beratungsunternehmens Mind Digital hat den wissenschaftlichen Nachweis für den deutschen Mittelstand erbracht, dass ein hoher Digitalisierungsgrad das Gewinnwachstum erhöht. (Bildquelle: Alphaspirit /Fotolia)

Mittelständische Unternehmen sind mitten im digitalen Transformationsprozess und erhöhen dadurch ihren wirtschaftlichen Erfolg. Diesen Zusammenhang belegt eine wissenschaftliche Studie anhand konkreter Zahlen.

Die Studie „Digitale Dividende“ misst den Zusammenhang zwischen Digitalisierungsgrad und Geschäftserfolg. Der Studienbericht zeigt anhand von Befragungsergebnissen und Best-Practice-Beispielen, dass sich Digitalisierung im Mittelstand auszahlen kann. Kosten- und Prozessoptimierung sind dabei ein erster Schritt. Beispielsweise können Unternehmen die Zufriedenheit ihrer Kunden durch E-Services und Online-Portale erhöhen. Auch mehr Transparenz und Kommunikation sowie dezentrale Entscheidungsprozesse gehören laut Studienautoren zu den unterschätzten Erfolgsfaktoren. Der Studienbericht erörtert zentrale Handlungsfelder der digitalen Transformation und stellt außerdem Werkzeuge, Trends und Technologien vor.

Vier Stufen der digitalen Transformation

Die Studienautoren unterscheiden vier Typen von Unternehmen und betonen die Bedeutung klarer Zielbilder und Strategien für die digitale Transformation. „Digital Leader“, die das höchste Umsatz- und Gewinnwachstum realisieren, machen etwa ein Viertel der befragten Unternehmen aus. Sie haben einen hohen digitalen Reifegrad und gestalten neue Geschäftsmodelle und Kundenerlebnisse. Sie erreichen ein durchschnittliches Gewinnwachstum von 19,8 Prozent. So weit sind „Digital Starter“ mit drei Prozent Umsatzsteigerung und 1,7 Prozent Gewinnwachstum noch lange nicht. Ihre inkrementellen Digitalisierungsmaßnahmen sind weder in ein Zielbild noch in eine Strategie für die digitale Transformation eingebunden.

Zwischen diesen beiden typen  siedeln die Studienautoren zwei weitere Gruppen von Unternehmen an: Digital Operation Excellence-Experten (Digital OX) und Digital Customer Experience-Experten (Digital CX). Digital OX erzielen Produktivitätsgewinne durch neue digitale Prozesse, indem sie agile Projektmethoden nutzen und klare Ziele definiert haben. Kosten- und Prozessoptimierung haben Priorität. Sie weisen Umsatzsteigerungen von durchschnittlich 8,8 Prozent und ein Ergebniswachstum von 5,8 Prozent auf.


K2016: Produktionsvernetzung der 2. Generation

Webbrowser basierende Software als Steuerzentrale (Bildquelle: RJG)

Marktübersicht Manufacturing Execution Systeme (MES)

Diese Marktübersicht enthält die wichtigsten MES, um die Fertigung in der Kunststoff-verarbeitende Industrie zu steuern, zu überwachen und zu regeln. Im Idealfall lassen sich damit die Fertigung effizienter gestalten und das Einhalten von Terminen vereinfachen. Die in der Marktübersicht enthaltenen MES-Anbieter lassen sich beispielsweise nach Einsatzbereich, Zielsetzung oder Funktionsumfang sortieren.


Etwas höher liegen diese Werte bei den Digital CX, die vor allem Kundennähe und Kundenerlebnisse auf der digitalen Agenda haben. Durch Online-Kundenportale, E-Services und E-Support gelingt es ihnen, Kunden enger an sich zu binden und – im Vergleich zu Offline-Vertriebswegen – mehr Neukunden zu gewinnen.

Die Ergebnisse basieren auf einstündigen Tiefeninterviews mit Entscheidern aus 54 mittelständischen Unternehmen verschiedener Branchen, die zwischen dem 1. November 2017 und dem 15. Januar 2018 geführt wurden. Durch die Befragung ermittelt wurde der digitale Reifegrad der Unternehmen und wie sich dieser auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirkt. Auftraggeber sind Telekom Deutschland, Alix Partners und Iskander Business Partner.