Im Jahr 2013 gründete der Spritzgießmaschinen-Hersteller Engel seine Niederlassung in Wurmberg. Mittlerweile, im Jahr 2018, beschäftigt es 50 Mitarbeiter. (Bildquelle: Engel)

Im Jahr 2013 gründete der Spritzgießmaschinen-Hersteller Engel seine Niederlassung in Wurmberg. Mittlerweile, im Jahr 2018, beschäftigt es 50 Mitarbeiter. (Bildquelle: Engel)

Gestartet mit 22 Mitarbeitern, hat sich Engel in Stuttgart personell in den fünf Jahren seines Bestehens mehr als verdoppelt. „Bis zum Ende dieses Jahres werden wir 50 Mitarbeiter sein“, berichtet Claus Wilde, Geschäftsführer von Engel Deutschland am Standort Stuttgart, am Rande der Fachkonferenz zum Thema Oberflächentechnik, zu der der Spritzgießmaschinen-Hersteller anlässlich des fünfjährigen Jubiläums eingeladen hatte. „Wir sind vor fünf Jahren mit dem Ziel gestartet, für die Spritzgießindustrie im Südwesten Deutschlands eine Informations- und Kommunikationsdrehscheibe zu etablieren. Dieses Ziel haben wir erreicht“´, sagt Wilde. Seit Eröffnung lädt die Niederlassung regelmäßig zu Fachkonferenzen, Technologieworkshops und Seminaren ein. 900 Gäste nahmen allein im letzten Jahr an den Veranstaltungen teil. Hinzu kommen individuelle Kundenbesuche für Projektgespräche oder Versuche im Technikum. Mit Platz für sieben große Fertigungszellen ist das Technikum in Stuttgart eines der größten in der Unternehmensgruppe.


Die zehn beliebtesten Spritzgießmaschinen 2017

 


Mitarbeiterzahl und Umsatz deutlich gewachsen

Schon vor der Gründung des Technologieforums Stuttgart hatte Engel im Südwesten Deutschlands einen großen Kundenstamm, den zunächst die Niederlassung Nürnberg betreute. Mit der Gründung von Engel Stuttgart in Wurmberg vor fünf Jahren hat der Maschinenbauer für seine Kunden im Südwesten den Weg zu sich verkürzt.

„Auftragseingang und Umsatz in der Region sind über die letzten fünf Jahre gestiegen“, berichtet Wilde weiter und nennt dafür vor allem zwei Gründe. Zum einen gewann das Unternehmen im Südwesten Deutschlands neue Kunden. Zum anderen wächst die Industrie im Land besonders stark. So ist Baden-Württemberg und insbesondere die Region Stuttgart europaweit Vorreiter auf dem Gebiet der Elektromobilität, deren Antriebskonzepte immer mehr Metall/Kunststoff-Verbundbauteile benötigen. „Mit den Insert-Spritzgießmaschinen, die mit Schließkräften bis zu 400 Tonnen angeboten werden, und unserer hohen Automatisierungskompetenz bieten wir gezielt für dieses Marktsegment passgenaue Lösungen an“, betont Wilde.

Von der Projektierung bis zum After-Sales

Dass der österreichische Spritzgießmaschinen-Hersteller aus einer Hand hochintegrierte und automatisierte Fertigungszellen liefert, ist für viele Kunden wichtig. Die Stuttgarter Niederlassung arbeitet eng mit den Geschäftseinheiten am Stammsitz in Schwertberg zusammen und hat sich zudem vor Ort in Baden-Württemberg ein starkes Netzwerk an System- und Entwicklungspartnern aufgebaut. „Oft beschleunigt die räumliche Nähe zueinander die Projektierung“, weiß Wilde. Dies zeigt sich zum Beispiel immer wieder in der Medizintechnik, wo das Technologieforum in Stuttgart ebenfalls überproportional vom Branchenwachstum profitiert. Daher beschäftigt Engel am Standort Stuttgart einen eigenen Medical-Experten.

Mit einer Fläche von 700 Quadratmetern ist das Technikum eines der größten in der Unternehmensgruppe. (Bildquelle: Engel)

Mit einer Fläche von 700 Quadratmetern ist das Technikum eines der größten in der Unternehmensgruppe. (Bildquelle: Engel)

Mit dem kontinuierlichen personellen Wachstum trägt er dem zunehmenden Auftragseingang und den steigenden Anforderungen Rechnung. Von den aktuell knapp 50 Mitarbeitern sind 20 vor Ort in der Niederlassung beschäftigt. Alle anderen sind vor allem in den Betrieben der Kunden unterwegs. „Im Bereich Service werden wir auch in den nächsten Jahren weiter wachsen“, kündigt Achim Würth, Serviceleiter von Engel in Stuttgart an. „Der Trend zu mehr Prozessintegration, Digitalisierung und Vernetzung führt dazu, dass wir mit unseren Kunden immer enger zusammenarbeiten, und das über den gesamten Lebenszyklus der Spritzgießmaschinen und Systemlösungen hinweg. Dafür brauchen wir noch mehr hochqualifizierte Mitarbeiter. Die Zufriedenheit unserer Kunden steht bei der weiteren Entwicklung des Standorts immer an erster Stelle.“


Marktübersicht Spritzgießmaschinen

Die Marktübersicht enthält die branchenrelevanten Spritzgießmaschinen, sortiert nach Einsatzbereichen, zu verarbeitendem Material und weiteren wesentlichen Kriterien. Zugleich bildet sie Entwicklungstrends der Maschinentechnik ab, wie das Verketten einzelner Produktionsschritte oder die immer mehr Komponenten betreffende Energieeffizienz. Auch Verarbeitungsverfahren wie das Schaumspritzgießen oder die Mehrkomponenten-Technik halten Einzug in die Technik der Spritzgießmaschinen und damit in diese Marktübersicht. Starten Sie den Vergleich und finden Sie das richtige Produkt.

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Flüssigsilikon wird zusätzlicher Themenschwerpunkt

Zu den Veranstaltungen im Technologieforum Stuttgart kamen im Jahr 2017 insgesamt über 900 Besucher. (Bildquelle: Engel)

Zu den Veranstaltungen im Technologieforum Stuttgart kamen im Jahr 2017 insgesamt über 900 Besucher. (Bildquelle: Engel)

Im Jahr 2017 hat das Technologieforum darüber hinaus sein anwendungstechnisches Know-how mit zusätzlichen Mitarbeitern aufgestockt und ein eigenes Mucell-Kompetenzzentrum eröffnet. Den Themenschwerpunkt Industrie 4.0 beziehungsweise Inject 4.0, wie das Unternehmen seine dahingehenden Systeme nennt, wird Engel in Stuttgart noch in diesem Jahr mit einer sich selbst optimierenden Spritzgießmaschine und interaktiven Präsentationsflächen für die Bereiche Smart Service und Smart Production ausbauen. Zudem wird das Verarbeiten von Flüssigsilikon (LSR) als ein weiterer fester Themenschwerpunkt etabliert. Eine Fertigungszelle für LSR wird in Kürze in Betrieb gehen.

Während der Fachkonferenzen sind alle Exponate im Technologieforum Stuttgart live in Aktion zu erleben. Zusätzlich zu den festen Themenschwerpunkten greifen weitere Anwendungen jeweils das Konferenzthema auf. Theorie und Praxis gehen bei allen Veranstaltungen Hand in Hand. „Unsere Gäste nehmen jedes Mal viele Anregungen und Tipps für ihre eigene tägliche Praxis mit“, sagt Claus Wilde. „Außerdem stellen wir sicher, dass das Netzwerken und der Erfahrungsaustausch nicht zu kurz kommen.“ So kommen immer wieder auch Verarbeiter aus anderen Regionen Deutschlands sowie aus der Schweiz und Österreich nach Stuttgart.