Die spanischen Kunststoffverarbeiter wollen sich verstärkt um den Export ihrer Produkte kümmern. (Bildquelle: Angela Jones/Fotolia.com)

Die USA waren auch im Jahr 2017 der größte Importeur deutscher Maschinenbau-Produkte. Das meldet der VDMA. Allerdings holt China auf: Es erhöht seine Importe fast doppelt so stark wie die USA. Dennoch bleibt die EU mit weitem Abstand wichtigste Absatzregion. (Bildquelle: Angela Jones/Fotolia.com)

Das ist America-first-Politik nach dem Geschmack des deutschen Maschinenbaus: US-amerikanische Firmen beziehungsweise Unternehmen vor Ort importieren im Jahr 2017 Maschinen und Anlagen im Wert von knapp 18 Mrd. EUR. Das sind 11,6 Prozent mehr als im Vorjahr und sichert den US-Amerikanern den Titel Deutscher Maschinenbau-Importweltmeister 2017. Insgesamt exportierte der deutsche Maschinenbau Produkte im Wert von 168,1 Mrd. EUR. Das entspricht einem Zuwachs von 7,9 Prozent.

Allerdings sollte Trump auf der Hut sein: China holt auf. Deren Importvolumen lag 2017 bei 17,4 Mrd. EUR. Und der Zuwachs von 22,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr legt nahe, dass es schon im nächsten Jahr knapp an der Spitze werden könnte. In die EU wuchs der Export um 5,1 Prozent auf 77,9 Mrd. EUR. Damit bleibt die EU der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt. „Das ist nicht nur gut für unsere Exportstatistik, sondern auch für die Wettbewerbsfähigkeit unserer europäischen Kunden“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

Sorgenkinder Großbritannien und Türkei

Negativ entwickelten sich dagegen die Exporte nach Großbritannien und in die Türkei. Im Jahr 2017 kauften britische Unternehmen 2,9 Prozent weniger Produkte des hiesigen Maschinenbaus. Damit sank deren Wert auf 7,2 Mrd. EUR. Die Exporte in die Türkei gingen um 2 Prozent auf rund 3,8 Mrd. EUR zurück. „Die Verunsicherung, die durch den Brexit erzeugt wurde, sowie die Verteuerung unserer Produkte durch die kräftige Abwertung des britischen Pfunds machen sich deutlich bemerkbar“, kommentiert Wiechers.

Sehr hohe Zuwächse verzeichnen die Exporte nach Russland. Mit 22,9 Prozent Steigerung erreichten sie ein Volumen von 5,3 Mrd. EUR. Noch stärker legten die Exporte nach Mexiko zu: um 9 Prozent auf 3,2 Mrd. EUR. Das ist der mit Abstand höchste Zuwachs unter den 20 wichtigsten Abnehmerländern des deutschen Maschinenbaus. Haupttreiber waren neben der Autoindustrie die Nahrungsmittel- und Verpackungsindustrie.

Weitere Zahlen zum deutschen Maschinenaußenhandel liefert die Tabelle des VDMA (PDF)

(dl)


Die beliebtesten Spritzgießmaschinen des Jahres 2017