Die Düse tut sich durch die Spitzenheizung sowie eine verlängerte Düsenspitze hervor. (Bildquelle: Seiki)

Die Düse tut sich durch die Spitzenheizung sowie eine verlängerte Düsenspitze hervor. (Bildquelle: Seiki)

Aufgrund dessen erfordert der Spritzgussvorgang sehr lange Zyklus- und Nachdruckzeiten. Für die saubere Streuung sind eine hohe Fertigungsgenauigkeit und gute Oberflächenqualität wesentlich. Üblicherweise werden PES-Linsen mit Kaltkanal und einem Filmanguss produziert, der im Nachgang zeitaufwändig mechanisch entfernt werden muss. Das Unternehmen setzt hierfür in ihren Versuchen mit PMMA die speziell für optische Bauteile konstruierte SVY-Düse mit einem kleinen Unterverteiler ein. Das Besondere an der Düse: der Massekanal beginnt vor der Nadel und sorgt somit für einen ungehinderten Schmelzefluss. Fließnähte werden so verhindert. Auch für die Herstellung von Linsen für Head-Up-Displays gibt es eine Lösung. Um die Anzeige mit höchster Präzision an die Windschutzscheibe zu projizieren, sind spezielle Linsen mit Mikrostruktur notwendig. Die Genauigkeit der am Einsatz eingebrachten Struktur ist dafür essentiell. Bei dem momentan gängigsten Verfahren wird das Bauteil mit einem Unterverteiler auf einem Filmanguss angebunden. Der Anguss ist dabei oft dicker als das Bauteil und gibt somit die Zykluszeit vor. Auch hier findet die Entfernung im Nachhinein mechanisch statt. Die SVPR-Düse jedoch tut sich durch die Spitzenheizung sowie eine verlängerte Düsenspitze hervor. Bei Einsatz dieser Düse ist eine Direktanspritzung des Bauteils möglich. Anguss und Nacharbeit entfallen dadurch komplett. Bei beiden Düsen vermindert die Optimierung des Massevolumens im Schmelzekanal das Risiko von Verbrennungen und Materialzersetzung. Die Wiederholgenauigkeit wirkt sich auch auf die Bauteilqualität aus.