„Wir haben für diese Anwendung erstmals lichtstreuende Additive mit der Signalfarbe rot kombiniert“, sagt Jörg Stricker, Head of Global Key Accounts Automotive des Essener Unternehmens. „Im Vergleich zu anderen Formmassen streut Plexiglas 8N 3V219 das Licht noch gleichmäßiger und eignet sich damit noch besser für die Kombination mit LEDs.“ Denn die aufgrund ihrer Energieeffizienz auch in der Automobilindustrie beliebten Leuchtdioden stellen hohe Anforderungen an die lichtstreuende Abdeckung der Heckleuchten: LEDs emittieren ein starkes Punktlicht, das schnell zu unerwünschten Helligkeitsunterschieden, auch Hotspots genannt, führen kann. Sie benötigen daher ein gut lichtstreuendes Material als Abdeckung. Durch die Spezialformmasse können die LEDs nun sogar näher an der Abdeckung platziert werden, ohne dass Hotspots entstehen. Die gesamte Heckleuchte kann dadurch flacher werden und verbraucht so weniger Platz in der Karosserie. Das hat einen praktischen Nutzen für die Autofahrer: Der Kofferraum gewinnt an Volumen. Darüber hinaus wirkt das Rot der Lichtleiter durch die modifizierte Formmasse noch intensiver. Dadurch sind die markentypischen Doppelschwingen bei Tag noch besser erkennbar. Dieser Rot-Ton selbst stellt allerdings ebenfalls besondere Anforderungen an das verwendete Material: Die Farben von Heckleuchten sind weltweit genormt und erfordern daher eine sehr exakte Einfärbbarkeit des Materials. Das verwendete Material ist in seiner Ausgangsform absolut farblos und lässt sich daher in allen Signalfarben einfärben. Die optischen Eigenschaften, wie die sehr gute Transmission oder die Lichtstreuung, bleiben dabei erhalten. Und das auf Dauer: Die Formmassen sind UV- und Wärmestabil. Der Farbton der Heckleuchtenabdeckungen bleibt daher über die Lebenszeit eines Autos hinaus erhalten.