Der Allrounder 920 H mit 5.000 kN erhielt zur Fakuma 2017 als zweite Spritzgießmaschine das neue Maschinendesign und die neue Steuerung. Er ist ab März 2018 erhältlich. (Bildquelle: Arburg)

Der Allrounder 920 H mit 5.000 kN erhielt zur Fakuma 2017 als zweite Spritzgießmaschine das neue Maschinendesign und die neue Steuerung. Er ist ab März 2018 erhältlich. (Bildquelle: Arburg)

Michael Hehl, Geschäftsführer von Arburg. Loßburg, eröffnet die Fakuma-Pressekonferenz des Spritzgießmaschinenherstellers. Die wirtschaftliche Situation des Unternehmens bringt er auf den Punkt: „2017 standen die Zeichen bei uns weiterhin deutlich auf Wachstum.“ Mittlerweile 2.800 Menschen arbeiten für das Unternehmen, 2.300 davon in Deutschland und 500 in 25 eigenen Landes-Organisationen an 33 Standorten. Auch beim Umsatz ist ein neuer Rekord in Sicht: „Den konsolidierten Umsatz von 636 Mio. EUR im Jahr 2016 werden wir in diesem Jahr deutlich übertreffen“, sagt Hehl. Das wäre der vierte Umsatzrekord in Folge. Auch für das Jahr 2018 rechnet er mit einem ähnlich guten Umsatzergebnis wie 2017.

Die innovative Gestica-Steuerung verfügt über einen hochauflösenden Full-HD-Bildschirm im 16:9-Format, industrie-taugliche Multi-Touch-Technik und klick-ergonomische Hardware-Tasten. (Bildquelle: Arburg)

Die Maschinensteuerung Gestica verfügt über einen Full-HD-Bildschirm im 16:9-Format, industrie-taugliche Multi-Touch-Technik und klick-ergonomische Hardware-Tasten. (Bildquelle: Arburg)

Zweitgrößte Arburg-Maschine erhält neues Maschinendesign

„Unsere beiden im wahrsten Wortsinn großen Highlights sind die zwei großen Allrounder“, freut sich Hehl. Er spricht vom Allrounder 1120 H mit 6.500 kN Schließkraft, den Arburg auf der K 2016 präsentierte. Seit der Fakuma 2017 ist er nun weltweit erhältlich. Dessen kleiner Bruder, der Allrounder 920 H mit 5.000 kN, erhielt zur Fakuma ebenfalls das neue Maschinendesign und die neue Steuerung. Er ist ab März 2018 erhältlich.

Neben der modernen Farb- und Formgebung bringt das neue Design vor allem zusätzliche Funktionen. Dazu gehören zum Beispiel die große Schutztür, die das Rüsten und die Arbeitsabläufe mit der Großmaschine erleichtern, sowie farbvariable LED-Lichtleisten, die den Betriebszustand anzeigen.

Mobile Maintenance. Letzteres ermöglicht das Abrufen einer Übersicht von fälligen Aufgaben mit mobilen Endgeräten. (Bildquelle: Arburg)

Mobile Maintenance. Letzteres ermöglicht das Abrufen einer Übersicht von fälligen Aufgaben mit mobilen Endgeräten. (Bildquelle: Arburg)

Mobile Wartung und Smart Services

Für die rechnergestützte Produktionsorganisation präsentiert Arburg auf der Fakuma 2017 zwei ALS-Module: Energy Visualisation für die auftragsbezogene Zuordnung und Visualisierung von Energiedaten sowie Mobile Maintenance. Letzteres ermöglicht das Abrufen einer Übersicht von fälligen Aufgaben mit mobilen Endgeräten. Der Anwender kann so zum Beispiel den Wartungsstatus ändern oder Prüfpunkte online quittieren.

An einem hybriden Allrounder 370 H stellte Arburg ein Fernwartungs-Tool vor, das einen schnellen, effizienten und sicheren Online-Support ermöglicht. Für den Smart Service ist die Spritzgießmaschine mit einem Servicerouter und Firewall ausgerüstet. Nachdem der Bediener die betroffene Maschine aktiv freigeschaltet hat, greift Arburg über eine verschlüsselte Datenverbindung auf die Selogica-Steuerung zu. Auf diese Weise kann der Anwender gemeinsam mit den Service-Experten Stillstände, Störungen und Prozessabläufe schnell und effizient analysieren. Das reduziert Wartezeiten und Maschinenstillstände und damit auch Kosten. Der Fernzugriff endet, sobald der Bediener vor Ort die Verbindung trennt.

David Löh

Über den Autor

David Löh

ist Redakteur des Plastverarbeiter.
david.loeh@huethig.de