Auf 405 Mio EUR bezifferte Michael Wittmann auf der Fakuma-Pressekonferenz den Umsatz der Unternehmensgruppe in 2017. Das sind ca. acht Prozent mehr als 2016. Der Auftragseingang 2017 liege weiterhin auf sehr hohem Niveau mit starke Nachfrage nach allen Power Serie Produkten, so der Geschäftsführer. Dazu betonte Wittmann, dass die Eco Power als elektrische Maschinen besonders stark nachgefragt werden. Auch für Automatisierungs- und Peripherie-Lösungen sieht er eine Steigerung des Bedarfs.

Solide Geschäftslage mit ambitioniertem Wachstum

Geschäftsführer Michael Wittmann (Bildquelle: Wittmann)

Geschäftsführer Michael Wittmann (Bildquelle: Wittmann)

Die Geschäftslage für die Wittmann Gruppe stehe in EU-Europa sehr solide im Plus und mit Ländern wie  Polen, Mexiko, Indien, Spanien, Frankreich, CZ + SK kann das Unternehmen ein Wachstum verzeichnen. Ähnliche sehe es in Asien und Russland aus, so Wittmann. Nur in Großbritannien verlaufen die Geschäfte etwas schwächer und Brasilien erhole sich von der eher schlechten Wirtschaftslage. Michael Wittmann setzt für das Jahr 2018 ein Umsatzziel von etwa 440 bis 450 Mio. EUR, das er mit etwa 2.300 Beschäftigten weltweit erreichen will.

Um das ehrgeizige Ziel zu erreichen investierte die Gruppe  in den Ausbau des Standort Kottingbrunn. Die Produktion der Nord-  und Südseite um mehr 2.000 qm werden aktuell erweitert, die Fertigstellung erwartet der Geschäftsführer für Dezember 2017. Außerdem werde das Bürogebäude bis Frühjahr 2018 aufgestockt und die Schneckenfertigung mit der Installation und Inbetriebnahme von automatisierten
Schnecken-/RSP-Polieranlagen abgeschlossen.

Außerdem konnte in Wien der Ausbau der Witmann  Kunststoffgeräte Werk abgeschlossen werden und  der Ausbau der Wittmann Battenfeld  in Tschechien läuft mit einer erwarteten Fertigstellung im Mai 2018. Zudem investiert die Gruppe in den Ausbau von Wittmann Kunststoffgeräte Werk 3 in Wolkersdorf im nächsten Jahr und plant die Erweiterung der Wittmann Robot Systeme in Nürnberg.

Elektrisch und vernetzt

Michael Wittmann stellte im Anschluss die technischen Entwicklung der Gruppe im Jahr 2017 vor. In der technischen Maschinenentwicklung setzte Wittmann in diesem Jahr der Schwerpunkt auf schnelllaufende vollelektrische Maschinen, sowie auf  Mehrkomponententechnik und das Airmold Verfahren.

Die neue elektrische Spritzgießmaschine wurde im laufenden Geschäftsjahr zur Serienreife entwickelt und steht ab Herbst dieses Jahres in den Schließkraftgrößen 400 und 500 t am Markt zur Verfügung. (Bildquelle: Wittmann)

Die neue elektrische Spritzgießmaschine wurde im laufenden Geschäftsjahr zur Serienreife entwickelt. Sie steht ab Herbst dieses Jahres in den Schließkraftgrößen 400 und 500 t am Markt zur Verfügung. (Bildquelle: Wittmann)

Die neue Ecopower Xpress wurde im laufenden Geschäftsjahr zur Serienreife entwickelt und steht seit Herbst dieses Jahres in den Schließkraftgrößen 400 und 500 t am Markt zur Verfügung. Für diese Maschinenserie kündigte der Geschäftsführer neue Modelle zur Fakuma 2018 an.

Die neue Steuerung Unilog B8 wurde auf allen Power Serie Maschinen 2017 eingeführt. Die Macro Power Reihe wurde mit der Macro Power 2000 nach oben hin erweitert und wurde im November 2017 erstmals ausgeliefert. Für das Condition Monitoring System Smart CMS bietet das Unternehmen ein neues Produkt im Bereich Smart Services an. Es fügt sich in die Industrie 4.0-Vernetzung ein. Es ist bereits in Lieferung und Erweiterung auf alle Power Serie Maschinentypen integriert. Außerdem startet Wittmann eine Zusammenarbeit mit den Softwareexperten von MPDV Mikrolab für ein MES.

Dr. Etwina Gandert

Über den Autor

Dr. Etwina Gandert

ist Redakteurin Plastverarbeiter.

etwina.gandert@huethig.de