Mit der Firma Poliblend Deutschland will der italienische Compoundeur seine Präsens auf dem hiesigen Markt ausbauen. (Bildquelle: Poliblend)

Mit der Firma Poliblend Deutschland will der italienische Compoundeur seine Präsens auf dem hiesigen Markt ausbauen. (Bildquelle: Poliblend)

Der italienische Compoundeur hat die Anteile des Firmengünders von Weber Kunststoffe, Heiner Kluczka-Koss, übernommen. 20 Prozent des Distributeurs für technische Kunststoffe bleiben im Besitz von Arianna La Monica, die das Unternehmen seit September 2015 leitet. Poliblend und Weber Kunststoffe verbindet bereits eine langjährige Vertriebspartnerschaft. Der Heilbronner Distributeuer wird seine bisherige Palette an technischen Kunststoffen durch Thermoplaste und Masterbatches erweitern, wie weiter mitgeteilt wurde. Das aktuelle Portfolio umfasst gemäß Firmenhomepage unter anderem Polyamide (PA), PP, POM, ABS, PC, PS, PBT und TPE.  Die Polymere werden nach Kundenwunsch unter anderem mit Glasfasern, Langglasfasern, Glaskugeln oder Carbonverstärkung sowie verschiedenen Additiven geliefert.

Poliblend will mit der Übernahme nach eigener Auskunft seine Präsenz im deutschen Markt ausbauen. Im Fokus stehen dabei Kunden im Automotive-Bereich. Weber Kunststoffe soll in Poliblend Deutschland umfirmiert werden. Der norditaliensiche Compoundeur ist seinerseits Teil der D’Ottavio-Gruppe, die gemäß KI Web über Produktionskapazitäten von insgesamt rund 25.000 Jahrestonnen PA-, PBT- und POM-Compounds, 2.000 Jahrestonnen TPE sowie 1.000 Jahrestonnen Masterbatches und Additive verfügt. Die Gruppe beschäftigt mehr als 130 Mitarbeiter, den Großteil davon in Italien. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 90 Mio EUR, wovon Poliblend allein 49 Mio EUR erwirtschaftete. 20 Prozent der Exportverkäufe gingen nach Deutschland.