Leichtbau auf Wachstumskurs

Auf der Jec Show 2017: Der KTM X-Bow GT4 ist die Weiterentwicklung des seit rund acht Jahren erhältlichen Sportwagen, der auf die Rennstrecke ausgelegt ist. Das Fahrgestell (Monocoque) besteht aus CFK.
(Bildquelle: David Löh/Redaktion Plastverarbeiter)

Der Hamburger Distributeur und Compoundeur technischer Thermoplaste investiert damit weiter in seine Recycling-Aktivitäten. Dank der innovativen Recycling-Technologie von Wipag lassen sich Carbonfaser-Zuschnitte, die unter anderem aus der Automobilindustrie stammen, wieder aufbereiten und zu carbonfaserverstärkten Compounds granulieren. Zukünftig wird Albis CFK-Materialien auf Polypropylen- und Polyamidbasis anbieten.

Potenzial von Carbonfaser und Recycling im Leichtbau nutzen

Die PP CF Compounds zeichnen sich durch eine hohe Steifigkeit bei gleichzeitig geringer Dichte aus. Dadurch wird gegenüber hochgefüllten glasfaserverstärkten PA-Typen ein deutlicher Gewichts- und damit Kostenvorteil erreicht, wodurch Potenziale für Leichtbaukonzepte weiter ausgeschöpft werden können. Ab dem Jahr 2021 dürfen neu zugelassene Pkw in der EU im Schnitt maximal nur 95g CO2 pro Kilometer ausstoßen. Automobilhersteller und Zulieferer sind angehalten, die CO2-Grenzwertregelung einzuhalten, wollen sie drohende Strafzahlungen im Falle der Missachtung dieser Regelung vermeiden.

Philip Krahn wird neuer CEO von Albis Plastic

Philip Krahn übernimmt die Rolle des CEO innerhalb der Geschäftsführung der Albis Plastic sowie geschäftsführende Funktionen im Management der Otto Krahn Gruppe. (Bildquelle: Albis)

Während in den letzten Jahren Konzepte wie Gewichtsreduktion durch Metallsubstitution oder Engine Downsizing bereits stark ausgereizt worden sind, bieten kosteneffiziente CFK-Leichtbaukonzepte weiterhin die Möglichkeiten zur Gewichtseinsparung. „Mit Wipag gewinnt die Albis Gruppe ein Unternehmen hinzu, das zum einen über hochmoderne und zukunftsweisende CFK-Technologie verfügt und zum anderen langjährige Erfahrung im Closed-Loop Recycling-Geschäft besitzt“, erklärt Philip O. Krahn, CEO bei Albis Plastic.

Closed-Loop Technologie für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft

Closed-Loop bezeichnet Techniken wie zum Beispiel die Verbundtrennung von Instrumententafeln oder die Entlackung von Stoßfängern im Rahmen der werkstofflichen Kreislaufwirtschaft. Das hochentwickelte Closed-Loop-Verfahren bietet somit eine ideale Möglichkeit zur ressourcenschonenden Produktion.

Darüber hinaus bezieht Wipag aus verschiedenen Quellen recyclefähige hochqualitative PP-basierte post-industrial und post-consumer Materialien zur Aufbereitung. „Diese Open-Loop Aktivitäten bieten eine ausgezeichnete Plattform für unsere Altech Eco Produkte auf PP-Basis und ergänzen unser Angebot an hochwertigen Near-to-Prime Recycling Compounds, die bereits heute in zahlreichen Anwendungen der Automobilindustrie eingesetzt werden“, kommentiert Bernd Sparenberg, Vice President Technical Compounds bei Albis.

 

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