Mit der durchgängigen Schnellwechsel-Technologie ist der Werkzeugwechsel unter hohen Sicherheitsstandards vollautomatisch innerhalb einer Minute zu realisieren. (Bildquelle: Stäubli)

Mit der durchgängigen Schnellwechsel-Technologie ist der Werkzeugwechsel unter hohen Sicherheitsstandards vollautomatisch innerhalb einer Minute zu realisieren. (Bildquelle: Stäubli)

Viele Kunststoffverarbeiter stehen nicht nur unter hohem Wettbewerbsdruck, sie kämpfen auch mit immer häufigeren Werkzeugwechseln. Das ist eine Folge des Trends hin zu einer immer größeren Variantenvielfalt, der die Losgrößen schrumpfen lässt. Die Anzahl der Werkzeugwechsel an Spritzgießmaschinen nimmt dadurch zu, bei größeren Betrieben können diese heute bereits mehrmals pro Tag erforderlich sein. Die Betreiber stellt diese Entwicklung vor große Herausforderungen: Die Rüst- und Nebenzeiten steigen deutlich an, wodurch die Produktivität der Spritzgießmaschinen leidet. Immer mehr Spritzgießer fokussieren deshalb auf das Thema Vollautomation. Das Unternehmen bietet dafür ganzheitliche Lösungen an, die aus jeder Spritzgießmaschine eine autarke, hochproduktive Fertigungszelle machen. Zahlreiche Komplettanlagen hat das Unternehmen bereits bei führenden Automobilzulieferern in aller Welt realisiert.

Auf der Messe wird eine vernetzte Komplettautomation einer Spritzgießmaschine präsentiert, anhand derer alle wesentlichen Prozessschritte im Detail zu sehen sein werden. Das beginnt mit der Vorbereitung, dem Vorwärmen mittels manueller Multikupplungen und dem Transport des Werkzeugs, geht über die exakte Positionierung an und in der Spritzgießmaschine, das Spannen des Werkzeugs über ein automatische Magnetspannsystem bis hin zum Anschluss aller Signal- und Medienverbindungen über vollautomatische Multikupplungen.

Verbesserte Produktivität

Das Wesentliche dabei ist, dass mit dieser durchgängigen Quick-Mould-Change-Technologie (QMC) der Werkzeugwechsel unter hohen Sicherheitsstandards vollautomatisch innerhalb einer Minute zu realisieren ist. Das verbessert die Produktivität deutlich. Zur signifikant verbesserten Wirtschaftlichkeit tragen nicht nur der schnelle Werkzeugwechsel bei, sondern auch die Integration von Robotern, die das Be- und Entladen der Spritzgießmaschine sowie nachgelagerte Prozessschritte bis hin zur Komplettbearbeitung übernehmen.

Weiterer Vorteil: Heute ist es möglich, jeden Prozessschritt sensorisch zu überwachen und damit jeden Parameter zur Steuerung der Abläufe heranzuziehen. Das beginnt bereits bei der Vortemperierung des Werkzeugs. Hier kann durch die Kupplungstechnik der Werkzeugzustand erfasst und als Datensatz für den weiteren Produktionsprozess bereitgestellt werden. Eventuelle Störungen wie beispielsweise das Nichterreichen der Betriebstemperatur lassen sich so vorzeitig erkennen. Auch der Werkzeugwechsel selbst ist komplett sensorisch überwacht. Um auch hier höchste Prozesssicherheit zu gewährleisten, stimmen Maschine und Werkzeugwagen ihren Zustand automatisch bei jedem Schritt ab.

Halle/Stand  A1/1217