Resonantes System (Bildquelle: Weber)

Resonantes System (Bildquelle: Weber)

Der Einsatz von Leichtbauwerkstoffen wie faserverstärkte Kunststoffe, Verbundmaterialien und Stacks mit Kernen aus Schaum- oder Wabenstruktur erfordert häufig veränderte Bearbeitungslösungen. Das ultraschallunterstützte Zerspanen, Schneiden und Sägen ermöglicht hier angepasste Prozesse. Die heute üblicherweise eingesetzten, nicht-resonanten Systeme setzen jedoch nur rund fünf Prozent der eingesetzten Energie in Schwingung um. Bei resonanten Ultraschallsystemen liegt der Wirkungsgrad der Ultraschallunterstützung dagegen bei 90 bis 95 Prozent. Daraus resultieren unter anderem reduzierte Prozesskräfte. Dies ermöglicht bei der Bearbeitung von beispielsweise GFK und CFK höhere Zeitspanvolumen und damit einen höheren Materialdurchsatz sowie geringere Maschinenbelegzeiten. Außerdem erhöht die geringe Belastung der Werkzeuge deren Standzeit. Beides sorgt für effizientere Prozesse. Darüber hinaus kann mit den neuen Systemen eine höhere Genauigkeit bei der Bearbeitung erzielt werden. Einerseits lassen sich dadurch mit Portallsystemen filigranere Werkstücke herstellen. Andererseits ermöglicht es den Einsatz von Industrierobotern als kostengünstige und flexible Alternative für die Umsetzung eines automatisierten Fertigungsprozesses. Die dabei realisierbaren Fertigungstoleranzen liegen im relativen Genauigkeitsbereich klassischer Werkzeugmaschinen.

Halle 4, Stand 4200