Mit neuer Kameratechnologie braucht das System keinen mechanischen Antrieb. (Bildquelle: Pixargus)

Mit neuer Kameratechnologie braucht das System keinen mechanischen Antrieb. (Bildquelle: Pixargus)

„Wir können jetzt auch kantige, sehr verwinkelte Großprofile detektieren, die so noch nie inspiziert worden sind“, weiß Jürgen Philipps, technischer Geschäftsführer des Unternehmens aus Würselen. „Damit stehen Tür und Tor offen für ganz andere Applikationen, die bisher so nicht möglich waren.“  Auch beim Prüfmaterial ist das System breit aufgestellt und inspiziert Kunststoff, Gummi und Metall. Möglich macht das eine neue Kameratechnologie und ein neues Verfahren zur Kalibrierung. „Wir können die Kalibrierung jetzt elektronisch fahren und brauchen keinen mechanischen Antrieb mehr“, erklärt Philipps das Grundprinzip. So lasse sich die Inspektion jetzt deutlich kostengünstiger realisieren. Ausgelegt ist das System auf Durchmesser bis 260 mm, auf Wunsch auch größer. Ein Beispiel für den Einsatz der neuen Technik ist die Großprofilinspektion bei einem Hersteller von PVC-Fenster-Profilen mit individualisierbarem Farbauftrag und entsprechend hoher Farbvarianz. Beschichtet wird mit dekorativen, hochbrillanten Farben. Das System prüft dabei die Qualität des Auftrags. Das System inspiziert hier über 200 unterschiedliche Profile mit unterschiedlicher Geometrie, unterschiedlichen Oberflächen und Farben. Es detektiert auch kleinste Farbfehler und kommt dabei ohne teure Farbkameras aus. Auch die starken Reflektionen des brillanten Farbauftrags hat das Inspektionssystem im Griff. Fehlerhafte Profile werden mit einem Etikettendrucker etikettiert. Sie können anschließend automatisiert oder manuell auf dem Beschautisch einfach aussortiert werden.