Um den eigenen Qualitäts- und Effizienzansprüchen von Produkten und Prozessen gerecht zu werden, wollte der Kunststoffverarbeiter Plaston, Widnau, Schweiz, sein Berichtswesen verbessern. (Bildquelle: Plaston)

Um den eigenen Qualitäts- und Effizienzansprüchen von Produkten und Prozessen gerecht zu werden, wollte der Kunststoffverarbeiter Plaston, Widnau, Schweiz, sein Berichtswesen verbessern. (Bildquelle: Plaston)

Um den eigenen Qualitäts- und Effizienzansprüchen von Produkten und Prozessen gerecht zu werden, wollte der Kunststoffverarbeiter Plaston, Widnau, Schweiz, sein Berichtswesen verbessern. „Bisher standen uns nur eingeschränkte, statische Reportingmöglichkeiten zur Verfügung“, so Martin Schegg, Head of Global Operations. „Darüber hinaus war die Lade- und Verarbeitungszeit zu lange für unsere Bedürfnisse.“ Plaston suchte daher eine Business-Intelligence-Lösung, die sämtliche Analyse- und Reporting-Anforderungen erfüllt. Die Datengrundlage sollte Informationen aus dem Manufacturing-Execution-System (MES) T.I.G. sowie aus dem Enterprise-Resource-Planning-System (ERP) Microsoft Dynamics bilden. Wichtig waren dem Unternehmen außerdem eine hohe Benutzerfreundlichkeit und die Möglichkeit, Daten grafisch zu visualisieren, um so für eine bessere Verständlichkeit zu sorgen. „Wir haben in der Vergangenheit einige Business-Intelligence-Produkte (BI) evaluiert. Diese waren zum Teil von den notwendigen Investitionen in Datenbankserver für uns nicht darstellbar. Andere Cube-basierte BI-Systeme entsprachen aufgrund des Entwicklungsaufwands nicht unseren Vorstellungen“, erläutert Carsten Sacher, Head of Information Technology bei Plaston.


Marktübersicht Manufacturing Execution Systeme (MES)

Diese Marktübersicht enthält die wichtigsten MES, um die Fertigung in der Kunststoff-verarbeitende Industrie zu steuern, zu überwachen und zu regeln. Im Idealfall lassen sich damit die Fertigung effizienter gestalten und das Einhalten von Terminen vereinfachen. Die in der Marktübersicht enthaltenen MES-Anbieter lassen sich beispielsweise nach Einsatzbereich, Zielsetzung oder Funktionsumfang sortieren.

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Die Data-Discovery-Plattform ermöglicht durch ihre speicherbasierte Technologie das Zusammenführen relevanter Daten aus verschiedenen Quellen in einer Applikation. Anwender können Daten im Self-Service-Verfahren untersuchen und auswerten. (Bildquelle: Qlik)

Die Data-Discovery-Plattform ermöglicht durch ihre speicherbasierte Technologie das Zusammenführen relevanter Daten aus verschiedenen Quellen in einer Applikation. Anwender können Daten im Self-Service-Verfahren untersuchen und auswerten. (Bildquelle: Qlik)

Zusammenführen relevanter Daten aus verschiedenen Quellen

Auf die richtige Spur in Sachen Lösung kam das Unternehmen über den MES-Anbieter Qlik, Düsseldorf. Dieser stellt Kunden ein BI-Cockpit auf Basis der Data-Discovery-Lösung Qlik-View zur Verfügung. Schon auf den ersten Blick sah die Software nach der Lösung aus, die den Anforderungen von Plaston genügen könnte – was sich auch auf den zweiten Blick bestätigte. Sacher ergänzt: „Wir haben uns auch einige Referenzen näher angeschaut und waren dann ziemlich schnell sicher, dass Qlik-View genau das Tool ist, das wir brauchen.“

Die Data-Discovery-Plattform ermöglicht durch ihre speicherbasierte Technologie das Zusammenführen relevanter Daten aus verschiedenen Quellen in einer Applikation. Anwender können Daten im Self-Service-Verfahren untersuchen und auswerten. Verschiedene Visualisierungsfunktionen sorgen dabei für eine verständliche Darstellung der Auswertungsergebnisse.

Für die Projektrealisierung holte sich Plaston die Softwareentwickler von PPMC, Liechtenstein, an Bord. Ausschlaggebend war nicht nur deren BI-Kompetenz – der IT-Dienstleister ist zertifizierter Qlik-View-Solution-Provider – sondern auch die räumliche Nähe. Von einem zum anderen Unternehmen sind es lediglich rund 20 km.

Zunächst wurde ein Qlik-View-Server Small Business Edition aufgesetzt und die Daten aus dem MES- und ERP-System angebunden. Um Lizenzkosten zu sparen, entwickelte PPMC eine Bedienoberfläche, über die die Anwender in verschiedene Bereiche navigieren.

Auch mobil verfügbar: Um etwa nach Ursachen für Anlagenstillständen zu suchen, müssen die Anwender nicht extra ins Büro gehen. Wenn Sie ihr Smartphone oder Tablet zur Hand haben, bekommen Sie alle benötigten Informationen sofort. (Bildquelle: Qlik)

Auch mobil verfügbar: Um etwa nach Ursachen für Anlagenstillständen zu suchen, müssen die Anwender nicht extra ins Büro gehen. Wenn Sie ihr Smartphone oder Tablet zur Hand haben, bekommen Sie alle benötigten Informationen sofort. (Bildquelle: Qlik)

Ad-hoc-Auswertungen bei Stillständen

„Die Nutzer können von einer Startseite aus in die für sie relevanten Informationen abspringen“, so Sacher. „Die nicht relevanten Informationen werden ausgeblendet.“ Die Produktion kann zum Beispiel die Performance der verschiedenen Maschinen oder Zeiträume miteinander vergleichen oder Auswertungen über die einzelnen Schichten abrufen. Definierte Stillstandsgründe lassen sich ad-hoc auswerten.

Zur Verfügung stehen zudem Analysen der Top-/Flop-Produkte sowie Auswertungen der Aufträge nach Kriterien, wie Maschinengruppe, Artikel, Werkzeuge und Kunden. Abrufbar sind darüber hinaus typische Kennzahlen wie Overall Equipment Effectiveness (OEE), Total Equipment Efficiency (TEE), Qualitätsrate und Nutzungsgrad.

„Wir produzieren täglich im Drei-Schicht-Betrieb Produkte aus unserem über 1.000 Artikel umfassendem Angebotsspektrum“, so Schegg. „Früher konnten wir erst nach Ende der dritten Schicht, also nach 24 Stunden, sehen, wo es welche Probleme oder Ausfälle gab. Heute können wir jederzeit Informationen abrufen und sofort steuernd eingreifen, wenn wir sehen, dass es zu Abweichungen im normalen Produktionsablauf kommt.“

Für den Verkauf bietet das Cockpit Absatz und Umsatzanalysen nach Kriterien wie Kunde, Artikel und Produktgruppen – auf Gruppenebene (hierzu erfolgt eine automatisierte Umrechnung der jeweiligen Landeswährung in Schweizer Franken) und heruntergebrochen auf die Ebene der einzelnen Niederlassung. Abgebildet werden darüber hinaus die Deckungsbeitragsrechnung mit Herstellkosten sowie Jahresvergleiche.

Der Einsatz von Qlik-View soll weiter ausgebaut werden. Auf der Wunschliste stehen unter anderem Anwendungen für die Bereiche Einkauf, Lager, Quality Management und Margen. Bereitgestellt werden soll die Data-Discovery-Plattform Nutzern an allen Unternehmensstandorten.

ist ist Director Sales D/A/CH bei Qlik in Düsseldorf und Robert Schmitz verantwortet den Vertrieb in Deutschland, Österreich und der Schweiz. (Bildquelle: Qlik)

Über den Autor

Robert Schmitz

ist Director Sales D/A/CH bei Qlik in Düsseldorf und verantwortet den Vertrieb in Deutschland, Österreich und der Schweiz.