Das Mundstück wird aus einem TPE-Compound in einem 2-Komponentenverfahren spritzgegossen, bei dem das TPE den Metallkern einbettet. (Bildquelle: Kraiburg TPE)

Das Mundstück wird aus einem TPE-Compound in einem 2-Komponentenverfahren spritzgegossen, bei dem das TPE den Metallkern einbettet. (Bildquelle: Kraiburg TPE)

Der mit Beris aus Wittenbergen eng zusammen arbeitende Kunststoffverarbeiter und R&D-Partner GPE Plast Engineering setzt schon seit Jahren die TPE des Anbieters Kraiburg TPE ein. Zu den neuesten Anwendungen zählt das Pferde-Mundstück, das bei Profi- wie Freizeitreitern auf hohe Nachfrage trifft. Als Anbieter eines kompletten Sortiments an Mundstücken, Trensen und Kandaren für den Reitsport legt Beris Wert auf Materialeigenschaften, die das empfindliche Pferdemaul schonen. Anstelle eines einfachen Metallteils oder einer gängigen Metall- und Lederkombination entschied sich der Gebissspezialist bei dem neuen Mundstück daher für ein weiches und flexibles, aber auch belastbares TPE.

TPE gibt dem Pferd ein gutes Gefühl

„Mundstücke aus polymeren Werkstoffen sind leicht und gleiten aufgrund ihrer glatten Oberfläche selbst bei wenig speichelnden Pferden gut im Maul. Die Tiere kauen vermehrt und treten gern an das Gebiss heran“, sagt Bernd Ristau, Geschäftsführer von Beris. „Für die unterschiedlichen Bedürfnisse von Pferden und Reitern bieten wir unsere Produkte in mehreren Härtegraden an.“ Der Compound-Anbieter hat bei der anwendungsgerechten Materialfindung und auch beim Auslegen des Werkzeugs die Entwicklung unterstützt.

Das neue Mundstück ist in 120, 130 und 140 mm Länge lieferbar und hat in seiner weichen Hülle aus TPE einen Kern aus Metall. Das thermoplastische Material eignet sich gut zur wirtschaftlichen Fertigung solcher Hart-/Weich-Kombinationen. Darüber hinaus bietet es den nötigen Konstruktionsspielraum, um das besondere Konzept der abgeplatteten Bogenform umzusetzen. Diese lässt der Zunge mehr Platz, was viele Pferde mit verbesserter Losgelassenheit honorieren. Das Mundstück eignet sich daher hervorragend für Tiere, die konventionell geformte und härtere Gebisse wegen des Drucks auf die Zunge nur ungern tolerieren. Das intensivere Kauen erfordert ein Material, das bei aller Weichheit eine ausreichende Reißfestigkeit sicherstellt. Und da Pferde das Mundstück oft über viele Stunden im Maul tragen, war nicht zuletzt auch die FDA-konforme, physiologische Verträglichkeit des TPE für den Hersteller unerlässlich. Um die Sicherheit von Reiter und Pferd zu gewährleisten, durchläuft jedes einzelne Mundstück außerdem einer besonderen Zugfestigkeitskontrolle.

Das Mundstück wird aus einem TPE-Compound in einem 2-Komponentenverfahren spritzgegossen, bei dem das TPE den Metallkern einbettet. Schon in der Entwicklungsphase wurde die Anwendung im Reitsport ausführlich erprobt und ist seit Mitte 2016 in Europa und den USA erhältlich. Mit 30 mm Höhe ist sie gemäß der Leistungsprüfungsordnung (LPO) für den Turniersport mit Pferden uneingeschränkt zulässig.

Fakuma 2017 Halle B5 – Stand B5-5303