Schraders Mutterkonzern Sensata setzt insgesamt 26 Inline-Laserschweißanlagen ein, die bislang rund 40 Mio. Teile für die Reifendruck-Kontrollsysteme hergestellt haben. (Bildquelle: Schrader)

Schraders Mutterkonzern Sensata setzt insgesamt 26 Inline-Laserschweißanlagen ein, die bislang rund 40 Mio. Teile für die Reifendruck-Kontrollsysteme hergestellt haben. (Bildquelle: Schrader)

Mit bisher mehr als 300 Mio. produzierten Sensoren für Reifendruck-Kontrollsysteme ist der Automobilzulieferer Schrader bei den direkten Systemen Marktführer. Für 2017 rechnet die Branche mit Zuwachsraten von 17 Prozent, denn Reifendruck-Kontrollsensoren gewinnen in immer mehr Ländern an Bedeutung. Insgesamt erwarten Experten einen Gesamtbedarf von 55 Mio.  Fahrzeugsätzen. Die größten Zuwachsraten soll dabei China aufweisen. Gleichzeitig wird der Anteil der indirekten Systeme ohne eigene Sensorik am Gesamtmarkt kleiner. „Durch innovative Herstellungs-Verfahren, die Qualität und Quantität auf ideale Weise verbinden, werden wir den weltweiten Hunger nach entsprechenden Sensoren auch in Zukunft stillen“, ist sich Markus Schmid, Head of Marketing, Global Aftermarket, sicher. Moderne Produktionsmethoden, wie das Laser-Durchstrahlschweißen für die Kunststoffkomponenten der Sensoren für Tire Pressure Monitoring Systems (TPMS), tragen hierzu ihren Teil bei. Mit LPKF Laser & Electronics mit Sitz in Garbsen, genauer: mit  dem Tochterunternehmen des Konzerns, der LPKF Weldingquipment, Fürth, fand der Hersteller einen geeigneten Partner, der passende Produktionsmaschinen herstellt.

Die Laserschweißmaschine Inlineweld 6600 ermöglicht das quasisimultane Laserschweißen von zwei Bauteilen, wodurch sie eine Schweißzeit von zwei Sekunden pro Einheit erreicht. (Bildquelle: LPKF)

Die Laserschweißmaschine Inlineweld 6600 ermöglicht das quasisimultane Laserschweißen von zwei Bauteilen, wodurch sie eine Schweißzeit von zwei Sekunden pro Einheit erreicht. (Bildquelle: LPKF)

Pro Sekunde ein Bauteil laserschweißen

Schrader verbindet hauptsächlich die Polyamide PA6 oder PA6.6 im Laserschweißverfahren miteinander, etwa bei den Erstausrüster-Sensor-Modellen Faraday, Gen Gamma oder der Produktlinie HSSI. Maschinenseitig kommt dabei das von LPKF entwickelte Laserschweißsystem Inlineweld 6600 zum Einsatz. Dessen Hochleistungs-Diodenlaser arbeitet mit einer Wellenlänge von 980 nm und einer Leistungsabgabe zwischen 50 und 300 W. Dabei lassen sich hohe Festigkeiten und Dichtigkeiten erreichen, was in einem luftführenden Bauteil besonders wichtig ist. Entsprechend erfüllen die Verbindungen die Schutzart IP67, wie mittlerweile auch staub- und wasserdichte Highend-Smartphones. Weitere Vorteile des Verfahrens sind ein Schweißprozess ohne Oberflächenmarkierung und ohne mechanische Belastung der Fügepartner. Auch empfindliche Bauteile im Umfeld werden durch die genau fokussierte Wärmeabgabe nicht belastet.

Die Laserschweißmaschine Inlineweld 6600 ermöglicht das quasisimultane Laserschweißen von zwei Bauteilen, wodurch sie eine Schweißzeit von zwei Sekunden pro Einheit erreicht. Insgesamt setzt Schraders Mutterkonzern Sensata 26 Inline-Laserschweißanlagen ein, die bislang rund 40 Mio. Teile hergestellt haben.

Der weltweite Siegeszug von Reifendruckkontrollsystemen begann mit dem verpflichtenden Einsatz bei Neuwagen in den USA vor zehn Jahren. Im November 2014 folgte Europa und auch in Südkorea fordert der Gesetzgeber mittlerweile diese Sicherheitseinrichtung. (Bildquelle: Schrader)

Der weltweite Siegeszug von Reifendruck-Kontrollsystemen begann mit dem verpflichtenden Einsatz bei Neuwagen in den USA vor zehn Jahren. Im November 2014 folgte Europa und auch in Südkorea fordert der Gesetzgeber mittlerweile diese Sicherheitseinrichtung. (Bildquelle: Schrader)

Reifendruck-Kontrollsysteme auf dem Vormarsch

Der weltweite Siegeszug von ReifendruckKontrollsystemen begann mit dem verpflichtenden Einsatz bei Neuwagen in den USA vor zehn Jahren. Im November 2014 folgte Europa und auch in Südkorea fordert der Gesetzgeber mittlerweile diese Sicherheitseinrichtung. Der mittlerweile größte Automarkt der Welt, China, dürfte sich laut Expertenmeinung hier bald einreihen. Die technischen Standards wurden im Land der Mitte bereits 2011 verabschiedet. Doch noch fehlen entsprechende Sanktionen, weshalb dort im Moment fast nur die oberen Fahrzeugklassen mit Reifendruck-Kontrollsystemen ausgestattet werden. Bis eine höhere Durchdringung bei Neufahrzeugen erfolgt ist, arbeitet Schrader weiter an der Demokratisierung von TPMS. So bietet das Unternehmen drei Nachrüstsätze in Erstausrüster-Qualität speziell für China an. Und auch bei deren Sensoren kommen Laserschweißanlagen von LPKF zum Einsatz.

Auf der Fakuma 2017: Halle A4, Stand 4219