Das Netzwerk 3D-CP forscht daran, additive Fertigung im Mittelstand zu etablieren. Hier zu sehen: ein additiv gefertigtes Turbinenrad zur Verdeutlichung innenliegender Leichtbaustrukturen. (Bildquelle: Fraunhofer IPA)

Das Netzwerk 3D-CP forscht daran, additive Fertigung im Mittelstand zu etablieren. Hier zu sehen: ein additiv gefertigtes Turbinenrad zur Verdeutlichung innenliegender Leichtbaustrukturen. (Bildquelle: Fraunhofer IPA)

Wie bei jeder neuen Technologie gibt es auch bei der additiven Fertigung Chancen und Risiken. Noch seien fehlende Standards sowie die ungenügende Schulung der Mitarbeiter Herausforderungen, die viele Unternehmer abschrecken, erläutert Markus Kafara, der das Kooperationsnetzwerk koordiniert. Andererseits sei jetzt ein guter Zeitpunkt für den Einstieg. „Mit dem hohen Potenzial der Verfahren und dem dynamischen Markt können Unternehmen mit der passenden Entwicklungsarbeit viel bewegen“, ist er überzeugt. Unter anderem will das Netzwerk 3D Composite Print (3D-CP) die Reproduzierbarkeit, Qualität und Geschwindigkeit der Technologien verbessern. Nur so würden sich die Vorteile der additiven Fertigung nutzen und der industrielle Einsatz sicherstellen. Deshalb forscht das Kooperationsnetzwerk insbesondere an der Erweiterung des Materialangebots für hochwertige Anwendungen, Anlagensteuerungen zur einfachen Einbindung in die Produktion und Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung im Prozess.

Industrietauglichkeit des 3D-Drucks im Fokus

Mit mittlerweile neun Partnern verfügt das Netzwerk  über Expertise aus allen relevanten Bereichen. Dazu gehört Know-how in der Bauteilherstellung, der additiven Fertigung, der Steuerungs- und Antriebstechnik oder der Software. „Wir legen den Fokus auf die Industrietauglichkeit der Anlagen, sodass diese in die konventionelle Produktion eingebunden werden können“, erklärt Kafara. Am 5. April startete in Bayreuth die Kick-off-Veranstaltung für die zweite Phase. Daher ist es jetzt Zeit, weitere Ideen zu entwickeln, die vorhandenen Konzepte umzusetzen und Forschungsanträge einzureichen.

Teilnahme noch möglich

Finanziert wird das Kooperationsnetzwerk vom Bundesministerium für Bildung und Wirtschaft (BMWi) im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM). „Wir sind offen für Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Jede Firma aus den Branchen Digitalisierung, additiver Fertigung oder mit Interesse am 3D-Druck und Industrie 4.0 kann mit seinen Fragestellungen an uns herantreten“, erklärt Joachim Kleylein-Feuerstein, Gruppenleiter der Projektgruppe. Außerdem haben interessierte Partner die Möglichkeit, das 3D-CP-Kooperationsnetzwerk auf der Fachmesse Rapid.Tech vom 20. bis 22. Juni in Erfurt zu treffen.


3D-Drucker: Maschinen und Geräte für die additive Fertigung