Impression von der Fakuma 2015 (Bildquelle: fakuma-messe.de)

Impression von der Fakuma 2015 (Bildquelle: fakuma-messe.de)

Zu der Erweiterung hat sich der Fakuma-Veranstalter entschlossen, um den Flächenwünschen der etablierten Aussteller sowie diverser Neu-Aussteller gerecht zu werden. Auch die Warteliste der Aspiranten konnte somit signifikant reduziert werden. Mehr als 85.000 m² Brutto-Ausstellungsflächen werden diesmal mit rund 1.700 Ausstellern aus 35 Nationen (inkl. Deutschland) belegt sein. Dabei wird der Anteil ausländischer Hersteller und Anbieter bei mehr als 35 Prozent liegen, womit die Internationalität der Fakuma nochmals steigen wird.

Die Kunststoffindustrie muss sich teilweise neu erfinden

Den anhaltenden Trend zur Teilnahme an der im Technologie-Dreiländereck am Bodensee veranstalteten Fakuma erklärt die Messeleitung auch damit, dass sich weite Teile der kunststoffverarbeitenden Industrien deutlich verändern (müssen), indem sowohl neue Werkstoffe als auch neue Technologien/Verfahren zum Einsatz kommen. Als Beispiele wären hier die 3D/4D-Print-Technologien sowie Verfahren und Prozesslösungen zur hoch effizienten Ver- und Bearbeitung von Hybrid-, Verbund- und Schichtwerkstoffen zu nennen. Zumal insbesonder auch die Automobilindustrie und deren Zulieferer wegen der vielschichtigen Anforderungen an bezahlbare Leichtbau-Strukturen immer mehr und tiefer als je zuvor auf die Möglichkeiten eines breiten Chemie-Portfolios setzen. Die Prozesskette zur material- und ressourcenschonenden Ver-/Bearbeitung neuer oder alternativer Materialien basiert wiederum auf solch elementaren Bausteinen wie neue Maschinen, angepasste Werkzeuge und Werkzeug-Normalien, integrierte Qualitätssicherungs-Systeme, regelbare hydraulische/pneumohydraulische/elektrische Antriebe sowie vernetzungs- und damit kommunikationsfähige Steuerungen samt Software – Stichwort Industrie 4.0.

Wissens- und Technologie-Transfer in Theorie und Praxis

Die Fakuma zeigt die aktuelle Praxis der Kunststoffverarbeitung. Themen sind hier unter anderem Spritzgießen, Extrudieren, Thermo-Umformen, 3D-Printing sowie die weitergehende Verarbeitung bis hin zur angedockten Baugruppen-Montage und sterilen Verpackung unter Reinraum-Bedingungen etwa von medizintechnischen Komponenten und Baugruppen. Im jedes Jahr ausgebuchten Aussteller-Forum werden zudem theorethische Aspekte beleuchtet. Hier präsentieren hochkarätige Fachleute in kurzen Referaten neue Technologien, verbesserte Verfahren, Produkt-Innovationen und neue Lösungsansätze für mehr Wirtschaftlichkeit in der Kunststoffteile-Fertigung. Anschließend stehen die Referenten für einen tiefergehenden Meinungsaustausch zur Verfügung. Somit versteht sich die Fakuma – Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung – auch in der 25. Ausgabe ihres erfolgreichen Bestehens als Innovationsmotor der Kunststoffindustrie. „Kunststoff trifft Business“ lautet das dazu passende Jubiläums-Motto.