Milacron produziert weiter Ferromatik-Spritzgießmaschinen in seinem Werk in Malterdingen. Ursprünglich war geplant, die Fertigung Ende 2017 in das Werk in Tschechien (im Bild) zu verlegen. (Bildquelle: Milacron)

Milacron produziert weiter Ferromatik-Spritzgießmaschinen in seinem Werk in Malterdingen. Ursprünglich war geplant, die Fertigung Ende 2017 in das Werk in Tschechien (im Bild) zu verlegen. (Bildquelle: Milacron)

Mittlerweile geht Milacron, Cincinnati, USA, jedoch davon aus, dass die Spritzgießmaschinen-Fertigung bis Ende 2019 im Werk Malterdingen weiterläuft. Das wären volle zwei Jahre länger. Der Grund ist vor allem der Auftragsbestand von Kunden aus Europa, die die Fertigung nach heutigem Stand bereits bis zum ersten Quartal 2018 auslasten.

Milacron hat eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat über die Abänderung der Verträge erzielt. In einigen Fällen werden bereits entlassene Mitarbeiter zurückgeholt. Die Vereinbarung wurde am 31. Mai unterzeichnet.

Verlegung der Fertigung weiterhin geplant

Milacron plant weiterhin, den Fertigungsbetrieb in das neue Werk in Tschechien zu verlegen. Aber das Unternehmen bekräftigt auch sein Engagement für Malterdingen und Deutschland. Für einige Zeit werden die Ressourcen beider Werke genutzt. Denis Poelman, Milacron Managing Director, Injection Europe, erklärte dazu: „Milacron blickt auf eine stolze Geschichte der Technik, Konstruktion und Fertigung von Ferromatik-Spritzgießmaschinen in Malterdingen zurück. Wie ich schon immer gesagt habe, unterhält Milacron auch nach der Verlegung des Fertigungsbetriebs nach Tschechien weiter eine starke Präsenz in Malterdingen. Milacron ist fest entschlossen, in der Gegend von Malterdingen zu bleiben. Sollten wir wirklich umziehen, dann würden wir uns nicht mehr als 25 Kilometer von unserem derzeitigen Standort entfernen.“

Poelman fügte hinzu: „Das europäische Spritzgießmaschinengeschäft von Milacron wird die Bereiche Technik, Forschung und Entwicklung, Kundendienst, Vertrieb, Marketing und Aftermarket beibehalten und ausweiten.“ Poelman sagte außerdem, dass sehr kundenspezifisch gestaltete, komplexe Maschinen, wie für Würfelwerkzeuge, PET, Co-Injektionssysteme und Automations-/Robotersysteme, für individuelle Anpassung und Abnahmen durch das Werk in Malterdingen laufen werden.