Reinraumbeutel für Kunststoffteile

Reinraumbeutel für Kunststoffteile

Reinraumproduktion ist Standard wenn es darum geht, höchste Anforderungen hinsichtlich Sauberkeit und Hygiene zu erfüllen. Das gilt besonders für die Branchen Pharmazie, Medizintechnik, und Healthcare. Damit die Produkte beim Handling und Transport nicht beschädigt und verschmutzt werden, müssen diese vor Verlassen des Reinraums verpackt werden. Dabei kommen Verpackungen aus Kunststoff wie etwa Folien, Schläuche und Beutel zum Einsatz.

Bei vielen Reinraumprozessen durchlaufen die Produkte verschiedene Reinraumzonen mit steigenden Qualitätsstufen. Dies erfordert eine komplexe Logistik. Sämtliche Teile, die in einen Reinraum ein- und ausgeschleust werden, müssen kontaminationssicher verpackt sein. Auch die Verpackung selbst muss die jeweils geforderte  Reinraumqualität aufweisen.  In der Praxis wird dieses Problem häufig so gelöst, dass die Produkte nach dem Fertigungschritt  mehrfach verpackt werden. Dieses Handling ist kompliziert, insbesondere bei höheren Packungsgewichten, oder wenn es sich um sensible Bauteile handelt, die beispielsweise druckempfindlich sind und leicht beschädigt werden können.

Die Grafik zeigt die Vorteile des Beutel-in Beutelsytems. (Bildquelle: alle Strubl)

Die Grafik zeigt die Vorteile des Beutel-in Beutelsytems. (Bildquelle: alle Strubl)

Als effiziente Lösung erweist sich ein Bag-in Bag-Verpackungssystem. Das ist ein Beutelsystem, in dem mehrere Beutel ineinander gesteckt sind. Nach dem Zwiebelschalen-Prinzip wird in jeder Schleuse die äußere Verpackung entfernt, bis das Produkt in der letzten Stufe weiter verarbeitet werden kann. Neben der enormen Zeitersparnis beim Verpackungsprozess entfällt dabei auch das Risiko, die Produkte beim Handling zu beschädigen. Die Vorteile des Bag-in-Bag-Konzepts liegen in der vereinfachten Handhabung beim Befüllen und in der Anwendung. Die Beutelsysteme können kundenindividuell konfiguriert werden. Da das Primärpackmittel direkt produktberührend ist, muss der Rohstoffauswahl besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, um unerwünschte Kontaminationen zu vermeiden.

Für dieses Problem bietet Strubl, Wendelstein, verschiedene Lösungen an. Bei Bedarf werden auch Pharmacopoe (EP / USP)- konforme Rohstoffe verarbeitet. Strubl ist Spezialist für Reinraumverpackungen. Diese werden individuell nach Kundenspezifikation in einem GMP-tauglichen Reinraumproduktionssystem gefertigt. Dabei werden alle Ansprüche etwa in Hinblick auf   Rückverfolgbarkeit und Dokumentation erfüllt. Das vor 65 Jahren gegründete mittelständische Familienunternehmen beliefert Hersteller der pharmazeutischen und medizintechnischen Industrie sowie Unternehmen aus den Bereichen Chemie, Automotive, Food und Mikroeletronik.

Über den Autor

Dr. Christoph Strubl

ist Geschäftsführer von Strubl Kunststoffverpackungen in Wendelstein,
christoph.strubl@strubl.de