Reinraumtaugliche Spritzgießmaschine mit gekapseltem Auswerfer
(Bildquelle: Krauss Maffei)

Reinraumtaugliche Spritzgießmaschine mit gekapseltem Auswerfer
(Bildquelle: Krauss Maffei)

Dann sind Riemenantriebe gekapselt, Schmierungen geschlossen, und der Betrieb ist auch mit lebensmittelverträglichem NSF H1-Öl möglich. Silikone, insbesondere LSR (Liquid Silicon Rubber), sind in der Medizintechnik zunehmend gefragt. Beim Mikrospritzgießen etwa, wo sehr kleine Schussgewichte und große Platten gefordert sind, kommt das modulare Konzept der Baureihe, das eine Bauraumvergrößerung zulässt, dem Verarbeiter entgegen. Der Auswerfer der Version PX Silcoset ist elektrisch und gekapselt ausgeführt und entspricht damit den Reinraumanforderungen in der Medizintechnik. Ein servohydraulisch angetriebenes Aggregat für die Düsenanlagekraft gewährleistet leckagefreies Anspritzen des niedrigviskosen Materials LSR über dem offenen Kaltkanal. Da LSR nicht wie Thermoplaste in der Kavität schwindet, sondern expandiert, liegt die Präzision vor allem in der Genauigkeit beim Einspritzen. Hier bietet die PX-Baureihe die technischen Vorteile einer vollelektrischen Spritzgießmaschine. Eine speziell für Silikon-Anwendungen ausgelegte Plastifiizierung verfügt über eine eigene Rückstromsperre mit exaktem Schließverhalten. Die neue APC plus Funktion (Adaptive Process Control) von Krauss Maffei gleicht die üblichen Chargenschwankungen bei der Verarbeitung von LSR aus. APC plus erfasst bereits während des laufenden Prozesses die Viskosität des Werkstoffs und korrigiert bereits im Schuss das Füllvolumen. Der Prozess wird insgesamt noch präziser, das Teilegewicht bleibt konstant. Auch eventuell auftretende Vorvernetzungen des Silikons können so ausgeglichen werden.Bildquelle: Krauss Maffei