BASF will seinen Kunden künftig je nach Art des Projekts die Materialberatung mit dem Simulationspaket Ultrasim und dem Know-how seiner Trendforscher im Paket anbieten. Dazu baut das Unternehmen am Standort Ludwigshafen einen ehemaligen Luftschutzbunker um. (Bildquelle: BASF)

BASF will seinen Kunden künftig die Materialberatung mit dem Simulationspaket und dem Know-how seiner Trendforscher im Paket anbieten. Dazu baut das Unternehmen am Standort Ludwigshafen einen ehemaligen Luftschutzbunker in Ludwigshafen um. (Bildquelle: BASF)

„Durch dieses integrierte, globale Konzept und die gebündelten Kompetenzen unter einem Dach können wir unsere Kunden noch besser in ihren Innovationsprozessen unterstützen – von der ersten Phase der Produktentwicklung bis hin zum virtuellen Prototypen“, erklärt Raimar Jahn, Leiter des Unternehmensbereichs Performance Materials bei BASF.

Um diese Services am Standort Ludwigshafen zusammenzuführen, erweitert BASF einen ehemaligen Luftschutzbunker außerhalb des Werksgeländes (Karl-Müller-Straße gegenüber Tor 2) um einen modernen Kubus-Aufsatz . Dadurch entsteht eine Fläche von rund 1.000 m² inklusive Präsentations- und Visualisierungstechnik sowie etwa 15 Arbeitsplätze. Zudem soll das neue Gebäude flexibel nutzbare Arbeitsplätze für Projektpartner und Start-up-Unternehmen bieten. „Mit dieser Investition am Standort Ludwigshafen schaffen wir einen attraktiven Raum für die Kooperation mit unseren Kunden“, so Uwe Liebelt, BASF-Werksleiter Standort Ludwigshafen.

Die Bauplanung erfolgte in enger Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Ludwigshafen. Architekt der Gebäudeaufstockung ist die Luwoge consult GmbH. Der Baubeginn ist abhängig von der Genehmigung durch die zuständige Behörde.

Auch an weiteren BASF-Standorten weltweit kommt das integrierte Konzept zum Einsatz. Derzeit ist dies für die Standorte in Tokio, Japan, und Schanghai, China, sowie Wyandotte, USA, geplant.

Materialberatung gewinnt an Bedeutung

Angesichts immer kürzerer Innovationszyklen wird eine effiziente Entwicklungszusammenarbeit immer wichtiger. „Mit der fachlichen und räumlichen Zusammenführung können wir künftig noch schneller, vernetzter und individueller auf Kundenanforderungen eingehen“, ergänzt Jahn.

Die sogenannte Designfabrik, eine BASF-eigene Designberatung, positioniert sich dabei als Knotenpunkt für den interdisziplinären Austausch zwischen Designern und BASF-Materialexperten. Das Simulations-Tool Ultrasim ermöglicht es, Eigenschaften von Kunststoffstrukturen digital zu berechnen, und macht häufig eine aufwendige und teure Produktion von Prototypen überflüssig. Die BASF-Trendforscher analysieren Bedürfnisse, Märkte und Anwendungen jenseits klassischer Branchengrenzen. Aus der Vielfalt der Strömungen filtern sie die Themen heraus, welche die Kunststoff-Welt von morgen bewegen.