Die jüngste Weiterentwicklung des Magnetspannsystems QMC 122 von Stäubli, Bayreuth, erhöht die Prozessicherheit durch eine einfache Bedienung und erhöhten Datenfluss. (Bildquelle: Stäubli)

Die jüngste Weiterentwicklung des Magnetspannsystems QMC 122 von Stäubli, Bayreuth, erhöht die Prozessicherheit durch eine einfache Bedienung und erhöhten Datenfluss. (Bildquelle: Stäubli)

Das System lässt sich ohne Modifikationen an nahezu allen Spritzgießmaschinen und Werkzeugen einsetzen und ist mit Euromap-, SPI- und JIS-Interfaces kompatibel. Den magnetischen Spannvorgang regelt und überwacht das Imag-Sicherheitsinterface. Das Display des Bediengeräts gibt in Echtzeit Auskunft über die Spannkraft und jede Fluxänderung. Zudem führt es den Bediener durch sämtliche Prozessschritte. Darüber hinaus hat er jederzeit Zugriff auf Informationen wie die Temperaturen der Spannplatten, Daten des gerade eingesetzten Werkzeugs sowie die Spannkraft an jeder Werkzeughälfte. Eine Messspule in jedem Magnetmodul stellt sicher, dass auch kleine Veränderungen des magnetischen Flusses, die auf eine unerwünschte Bewegung des Spritzgießwerkzeuges hinweisen würden, erkannt werden. Für den Spannvorgang wichtige und sicherheitsrelevante Signale der Spritzgießmaschine – etwa ob sich die Maschine im Werkzeugwechsel-Modus befindet oder ob die Türe offen oder verschlossen ist – werden über das Interface oder über das optional erhältliche Bedienmodul angezeigt. Die Aktivierung der 80 Magnetmodule erfolgt in weniger als einer Sekunde. Dabei ist elektrische Energie lediglich für das Auslösen des Spann/Entspannvorgangs nötig. Permanentmagneten halten das Werkzeug in der Maschine, sodass dieses auch bei Stromausfall gesichert ist. Die tatsächliche Spannkraft wird permanent mit den Maschinenparametern abgeglichen, wodurch ein Nachlassen der festgelegten Spannkraft sofort festgestellt werden  würde. Jedes Werkzeug verfügt über eine Identifikationsnummer, in der alle Werkzeugparameter sowie die berechnete Spannkraft hinterlegt sind. Um die erforderlichen Spannkräfte für jedes Werkzeug einfach auf dem PC simulieren zu können, hat der Hersteller anwenderfreundliche Softwarelösungen entwickelt. Damit lassen sich die optimalen Magnetkräfte unter Berücksichtigung aller relevanten Aspekte ermitteln und unliebsame Überraschungen vor Produktionsbeginn ausschließen.