Den Überblick behalten: Bei der Herstellung hochwertiger Kunststoffteile für die Automobilbauer kommen zahlreichen Normen zum Einsatz. Die CAQ-Software ermöglicht dies. (Bildquelle: Fischer)

Den Überblick behalten: Bei der Herstellung hochwertiger Kunststoffteile für die Automobilbauer kommen zahlreiche Normen zum Einsatz. Die CAQ-Software ermöglicht dies. (Bildquelle: Fischer Oberflächentechnologie)

Die Vielzahl an Managementsystemen, die Fischer Oberflächentechnologie, Katzenelnbogen, einsetzt, beweist, dass sich das Unternehmen in den geltenden Normenwelten auskennt: So sind seine Produktionsstätten geprüft und zertifiziert nach der Qualitätsmanagement-Norm ISO/TS 16949 und der Norm für Umweltmanagement ISO 14001. Zusätzlich verfügt das Unternehmen über ein Labor, das es für Badanalytik und serienbegleitende Prüfungen nutzt. Seit 2014 besteht auch die Zertifizierung nach der Energiemanagement-Norm DIN EN ISO 50001. Insbesondere durch die hohe Relevanz des Automotive-Sektors und die damit einhergehende ISO/TS 16949 erkannten die Verantwortlichen allerdings früh, dass für die Pflege dieser Systeme, Techniken und Prozesse Lösungen benötigt werden würden, die die Grenzen von Papier und Stift oder Microsoft Excel sprengen. Daher begaben sie sich vor über zehn Jahren auf die Suche nach einer geeigneten CAQ-Softwarelösung.

Software für das Normen-Management

Nach einer weitreichenden Marktrecherche wurde der für das interne Qualitätsmanagement zuständige Ingenieur Christian Klaiss im Jahr 2006 bei CAQ AG Factory Systems, Rheinböllen, fündig. Die Produkte des Anbieters boten die Funktionen, die Fischer für seine Qualitätssicherung in den Bereichen Kunststofftechnik und Automotive benötigte. Zudem ermöglichten sie, das bestehende System sukzessive um weitere Qualitätsmanagement-Module (QM-Module) zu erweitern. Ausgehend von einer dreimonatigen Projektphase nahm das Unternehmen das computergestützte System zur Qualitätssicherung im August 2007 in Betrieb. „Unsere IT-Spezialisten hatten sich auf ein hartes Stück Arbeit eingestellt“, berichtet Klaiss. „Wir gingen von einer vollständigen Überarbeitung unserer Netzwerklandschaft sowie den üblichen Integrationsproblemen aus. Doch was dann kam, überraschte uns.“ Das im Hause Fischer erwartete „Stück Arbeit“ belief sich letztlich auf zwei Stunden, die der Senior Specialist von CAQ, Reimund Funk, völlig eigenständig nutzte, um das neue System mit der bestehenden Umgebung und dem vorhandenen ERP-System Abas zu koppeln.


Mit neuem Planungsmodul

Mit dem Energiemonitoring lässt sich der Energieverbrauch erfassen. (Bildquelle: Fastec)

Marktübersicht Manufacturing Execution Systeme (MES)

Diese Marktübersicht enthält die wichtigsten MES, um die Fertigung in der Kunststoff-verarbeitende Industrie zu steuern, zu überwachen und zu regeln. Im Idealfall lassen sich damit die Fertigung effizienter gestalten und das Einhalten von Terminen vereinfachen. Die in der Marktübersicht enthaltenen MES-Anbieter lassen sich beispielsweise nach Einsatzbereich, Zielsetzung oder Funktionsumfang sortieren.

CAQ-Software mit zahlreichen Erweiterungen

Ausgestattet mit der Kernsoftware Compact.Net sowie dem Modul der Erstmusterprüfung EMP/PPAP.Net, der Reklamationsbearbeitung REM.Net und der Möglichkeit zur Auditierung mittels QAM.Net kam die Software für eine vereinheitlichte Qualitätssicherung der drei für den Bereich der Galvanik zuständigen Produktionsstandorte zum Einsatz. Kurze Zeit später ergänzten die Bereiche der Fehler-, Möglichkeits- und Einfluss-Analyse FMEA.Net sowie des Prüfmittelmanagements PMM.Net das System. Zudem erweiterte Fischer das CAQ-System im Bereich des Qualitätsmanagements über die Jahre hinweg sukzessive um weitere Kernmodule. Hierzu gehören QBD.Net zum Dokumentenmanagement, APQP.Net zum Prozessmanagement sowie Change.Net für das Änderungsmanagement, SRM.Net für die Lieferantenbewertung und das Schulungsmanagement-Modul Qualify.Net.

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Über den Autor

Stephen Collier

ist Product Manager bei der CAQ AG Factory Systems in Rheinböllen.

sc@caq@de