Covestro beginnt Auslieferung von Polyol auf CO2-Basis

Kohlendioxid als neuer Rohstoff: In dieser Produktionsanlage in Dormagen baut Covestro jetzt 20 Prozent CO2 in eine wichtige Schaumstoff-Komponente ein. (Bildquelle: Covestro)

Die Absatzmenge stieg im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent. Das bereinigte EBITDA legte noch stärker zu: Um 22,7 Prozent auf 2,0 Mrd. EUR. Prozentual toppte das nur noch das Konzernergebnis, das mehr als verdoppelt hat. Statt 343 Mio. EUR wie im Jahr 2015 lag es im Geschäftsjahr 2016 bei 795 Mio. EUR. Sichtlich zufrieden damit zeigt sich Patrick Thomas, Vorstandsvorsitzender von Covestro, Leverkusen: „Unsere Strategie ist aufgegangen. Die hervorragenden Ergebnisse sind ein deutlicher Beleg für die fundamentale Stärke von Covestro.“

Sinkende Verkaufspreise drücken Umsatz ins Minus

Trotz der deutlich gestiegenen Absatzmenge erreichte das Unternehmen den Umsatz des Vorjahres nicht: Er sank um 1,5 Prozent auf 11,9 Mrd. EUR. Grund hierfür sind einerseits Wechselkurseffekte. Andererseits drückten die niedrigen Verkaufspreise auf den Umsatz.

Produktionskapazitäten werden erweitert

Durch das Absatzwachstum lastete Covestro seine Produktion im Jahr 2016 deutlich besser aus als noch im Vorjahr. Da das Unternehmen mit weiterem Wachstum in seinen Kernbranchen rechnet, erweitert es sukzessive seine Produktionskapazitäten. Daher eröffnete das Unternehmen im asiatischen Markt eine Anlage für Lackrohstoffe (HDI), die seine dortige Kapazitäten für Polycarbonate verdoppelte.

Zu den Investitionen in Europa gehört die im Juni beschlossene Erweiterung der Produktionskapazitäten für das Hartschaum-Vorprodukt MDI am Standort Brunsbüttel. Bis 2018 soll die Kapazität dort auf 400.000 Tonnen pro Jahr steigen. Damit würde sie sich glatt verdoppeln. Zudem fördert es Covestro weiterhin, CO2 als Rohstoff für marktreife Produkte zu nutzen: In Dormagen eröffnete das Unternehmen die weltweit erste industrielle Produktionsanlage, die CO2 als Rohstoff für Weichschaum-Komponenten nutzt.


NEU: Marktübersicht Rohstoff-Distributoren

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Marktübersicht Rohstoff-Distributoren

Diese Marktübersicht enthält das Angebot der Rohstoff-Distributoren aufgeschlüsselt nach Werkstoff (gefüllte und ungefüllte Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere), Dienstleistungen und Lieferart der Werkstoffe und Packgröße (Sack, Bigbag, Oktabin oder Silo). Ebenso enthalten sind Angaben zur Gewährleistung oder möglichen Prüfzertifikaten.

Polyurethane bleiben Umsatz- und Gewinnbringer

Der Absatz im Segment Polyurethanes stieg um 7,7 Prozent. Zu diesem Anstieg trugen alle Produktgruppen bei, besonders aber MDI. Alles zusammengenommen legte das bereinigte EBITDA in diesem Segment um 41,2 Prozent auf 881 Mio. EUR zu. Die größte Nachfrage kam hier aus der Automobil- und der Bauindustrie.

Im Segment Polycarbonates wuchs die Absatzmenge im Kerngeschäft um 10,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere die Regionen Apac und Nafta trugen dazu bei. Das bereinigte EBITDA in diesem Segment stieg um 25,7 Prozent auf 704 Mio. EUR. Ein großer Abnehmer dieser Produkte war die Elektro- und Elektronikindustrie.

Das Segment Coatings, Adhesives, Specialties (CAS) entwickelte sich im Vergleich zu den anderen beiden Segmenten sehr stabil: Die Absatzmenge blieb konstant, das bereinigte EBITDA stieg um 1,8 Prozent auf 500 Mio. EUR. Dabei stützten im Vergleich zu 2015 gesunkene Rohstoffpreise das Ergebnis.

(dl)