Weniger Energieverbrauch, schneller betriebsbereit

Im Vergleich zur bisherigen Standard-Ausführung (oben) hat der neue Heißkanalverteiler ein um ein Drittel verkleinertes Volumen.
(Bildquelle: HRSflow)

Da Gewicht und Volumen deutlich verringert werden konnten, ist die Energieeinsparung für den Automobilbau besonders ausgeprägt – beispielsweise beim Spritzgießen großformatiger Bauteile. Energieeffizienz und ein stabiles thermisches Profil der Heißkanalsysteme standen und stehen bei dem italienischen Hersteller stets im Mittelpunkt aller Weiter- und Neuentwicklungen. Das dabei langjährig gewachsene Know-how in der thermischen Analyse bot auch die Grundlage für die Entwicklung des neuen Systems. Ziel war, den Energieeinsatz signifikant zu reduzieren, ohne dabei die fürs Spritzgießen notwendige Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen. Hierzu wurden die Abmessungen des Heißkanalsystems, die Kontaktflächen zwischen Heißkanalsystem und Werkzeug und die dafür verwendeten Werkstoffe analysiert und optimiert, um die dabei auftretenden Wärmeverluste zu minimieren. So kommt jetzt für die Kontaktelemente zwischen Heißkanal und Werkzeugplatte, wie Abstützungen und Positionierhilfen, ein spezielles Material mit geringer Wärmeleitung und hoher Festigkeit zum Einsatz. Gewicht und Volumen sind um rund ein Drittel gesunken. Somit ist auch nur eine geringere Freimachung im Werkzeug erforderlich. Gleichzeitig ist die Zeit bis zum Erreichen eines thermisch konstanten, stationären Betriebszustands deutlich kürzer als bei einem Heißkanalsystem herkömmlicher Bauart, eventuelle Schwankungen werden schneller ausgeglichen. Das verringerte Gewicht des Verteilers erfordert zudem eine geringere Wärmemenge zum Aufheizen auf Betriebstemperatur.