Kunststoff sichert Edelmetall

Team-Kunststoff-Kanute Max Hoff gewann bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio Gold im Vierer-Kajak über 1.000 m. (Bildquelle: DKV)

Egal ob bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften oder Weltcups: Wenn sie ins Boot steigen, sind Medaillenchancen häufig ganz nah. Gemeint sind die Sportlerinnen und Sportler der Sponsoring-Initiative Team Kunststoff von Plasticseurope Deutschland, Frankfurt. Seit rund 20 Jahren sind die Kunststofferzeuger im Sportsponsoring aktiv. Und die so geförderten Athleten standen in dieser Zeit bei vielen Wettkämpfen auf dem Siegerpodest. Aktuell gehören zum Team die Nationalmannschaften im Kanurennsport, Kanuslalom und Para-Kanu sowie die Nachwuchssegler. Damit die Sportler ganz vorne dabei sein können, muss auch das Material bei jedem Wettkampf Höchstleistungen erbringen: Die Boote sind in der Form optimiert und gleiten durchs Wasser, sind leicht und widerstandsfähig. Robuste und dennoch flexible Paddel übertragen die Kraft optimal aufs Wasser, ultraleichte und dennoch ultrastabile Segel fangen die Kraft des Windes ein, die Kleidung ist atmungsaktiv und schmiegt sich an den Körper wie eine zweite Haut. Kunststoff ermöglicht all diese spezifischen Eigenschaften gleichzeitig – und falls nötig individualisiert und maßgeschneidert.

Neben dem Wassersport profitieren Fußball, Tennis und Hockey vom Werkstoff Kunststoff. Ebenso Tischtennisspieler, Skifahrer und Leichtathleten oder generell Laufsportler. Ständig sorgt das Material dafür, die jeweilige Disziplin dynamischer und spannender zu machen. Wenn die Spitzenfußballer beispielsweise in der Champions League um Punkte kämpfen, spielen sie mit einem immer weiter optimierten Ball aus Kunststoff, der praktisch kein Wasser aufsaugt, nahezu die ideale runde Form hat, sich direkt nach dem Schuss in seine ursprüngliche Form zurückbildet und so eine gleichmäßige Flugbahn ermöglicht. Überall dort, wo sportlich geschwitzt wird, setzen die Aktiven zudem auf leichte, atmungsaktive Kunstfasertextilien, die verhindern, dass sich Trikots oder Shirts mit Schweiß oder Wasser vollsaugen und die Sportler auskühlen. Und während im Stabhochsprung bei den Olympischen Spielen in Helsinki 1952 noch eine mit einem Bambusstab übersprungene Höhe von 4,55 m für Gold und begeisterte Zuschauer reichte, mussten bei Olympia 2016 in Rio de Janeiro mit einem kohlefaserverstärkten Kunststoffstab bereits über 6 m für den ersten Platz übersprungen werden.

Kunststoff sichert Edelmetall

Einer der erfolgreichsten deutschen Sommerolympioniken: Team-Kunststoff-Canadierfahrer Sebastian Brendel holte bei den Spielen in Rio zweimal und in London 2012 einmal Gold. (Bildquelle: DKV)

Sportler wollen individuelle Kunststoffgeräte

Und was sagen die Sportler selbst zu ihrem Material? „Zuverlässigkeit und Passgenauigkeit zählen zu den wichtigsten Anforderungen bei der Wahl des Werkstoffs“, sagt Rennkanut und Team-Kunststoff-Athlet Max Hoff. Der mehrfache Welt- und Europameister, Bronze-Medaillengewinner in London 2012 und Gold-Medaillengewinner bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016 tüftelt ständig am Material: „Bei uns Rennsportkanuten weichen schon die Paddel voneinander ab. Je nachdem, ob man auf einer Kurz- oder Langstrecke antritt, muss das Paddel härter oder weicher sein. Ich als Kajak-Fahrer sitze zudem recht tief im Wasser und brauche daher ein relativ flexibles Paddel, das gleichzeitig bruchfest ist und so den enormen Kräften am Start widersteht. Meine Kanu-Kollegen im Canadier dagegen knien im Boot und benötigen aufgrund der größeren Krafteinwirkung stärkere Paddel für ihre Rennen. Mit den heutigen Kunststoff-Verbundwerkstoffen stehen passgenaue individuelle Lösungen zur Verfügung, die unseren Sport jedes Jahr ein Stückchen attraktiver machen.“

Über den Autor

Sven Weihe

ist Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Information und Kommunikation bei Plasticseurope Deutschland in Frankfurt.