Die am 29. November 2016 angekündigte Kapitalerhöhung von SGL Carbon, Wiesbaden, begann am gestrigen Mittwoch, den 14. Dezember. Die angebotenen 30 Mio. neuen Aktien wurden nahezu vollständig bezogen und ab dem heutigen Tag in den Börsenhandel einbezogen. Im Rahmen der Transaktion wurden 99,40 Prozent der Bezugsrechte durch die Bezugsrechtsinhaber ausgeübt. Gemeint sind damit unter anderem die Großaktionäre Skion (ca. 27,19 Prozent der Anteile) und BMW (ca. 18,26 Prozent). Dagegen aktzeptierten die anderen beiden großen Anteilseigner Volkswagen und Voith ein Verwässern ihrer Anteile. Aufgrund des vorab festgelegten Bezugspreises von 6,00 EUR beläuft sich der Bruttoemissionserlös wie angekündigt auf 180 Mio. EUR.

Schulden abbauen, Eigenkapital stärken

Die Mittel dienen dazu, die Eigenkapitalquote zu erhohen sowie ausstehender Schulden zu begleichen. Dabei steigt auch der finanzielle Spielraum des Unternehmens. Durch die Kapitalerhöhung stieg die Eigenkapitalquote des Unternehmens auf rund 15 Prozent. Der Verschuldungsgrad sank auf unter 2 Prozent.

Die Gesellschaft plant den aus der Kapitalerhöhung zufliessenden Nettoemissionserlös von rund 173 Mio. EUR – zusammen mit den Nettoerlösen aus den Veräußerungen der Geschäfts-aktivitäten ihres ehemaligen Berichtssegments Performance Products (PP) – zur vollständigen Tilgung oder zum vorzeitigen Rückkauf der 2018 fälligen Wandelanleihe und zur vorzeitigen vollständigen Tilgung der Unternehmensanleihe der Gesellschaft zu verwenden.

(dl)