Im Vergleich zu Laser-Scanner- oder quasisimultanen Schweißverfahren, bei denen der Laserstrahl entlang der Schweißnaht geführt wird, erreicht das STTlr-Verfahren eine gleichzeitige und gleichförmige Erwärmung. Durch diese Technik können Toleranzen der Bauteile ausgeglichen und schnelle Zykluszeiten realisiert werden. Aufgrund dessen schafft die Laserschweißmaschine kurze Schweißzeiten auch bei langen Schweißnähten. Je nach Werkstoff und geometrischer Komplexität – also erheblich schneller als bei Laser-Scan-Schweißmaschinen vergleichbarer Leistung. Das automatische Werkzeugwechselsystem ermöglicht den Werkzeugaustausch üblicherweise in weniger als fünf Minuten und zählt damit zu weiteren Vorteilen dieser Anlage. Darüber hinaus versetzt die Technologie die Laserschweißmaschinen in die Lage, variable Schweißbreiten, Schweißlängen und Schweißtiefen von 1,0mm oder mehr zu realisieren und dabei die Toleranzen der Bauteile auszugleichen. Die Schweißmaschine wurde für großformatige Teile entwickelt, die mehr Laserleistung und Klemmkraft erfordern. Sie ist mit einem großen, sehr schnellen, servomotorisch angetriebenen Hubtisch mit einem großen oberen Freiraum ausgestattet, der Werkzeuge mit einer oder mehreren Kavitäten mit einem Gesamtgewicht von bis zu 500kg aufnehmen kann. Sie verfügt über vier Laserleistungsstufen sowie einem Tischdruck von 1 bis 25kN und eine Klemmkraftregelung über einen geschlossenen Regelkreis, um auch die schwierigsten Anforderungen beim Schweißen von Teilen meistern zu können. Für die einfache Bedienung sorgt ein Bediengerät mit einem 12-Zoll-MMS-Bildschirm. Durch die Bedienoberfläche werden die Schulung, Werkzeugablaufprogrammierung, Parametereinstellung und Diagnose erleichtert. Die MMS-Software ist für bis zu 99 verschiedene Nutzer mit konfigurierbaren Zugriffsrechten und passwortgeschützter Anmeldung ausgelegt.