Kunststoffland NRW feiert zehnjähriges Jubiläum

Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen, Garrelt Duin, ist sich bewusst, dass die Kunststoffbranche in NRW „eine innovative Branche“ ist, die „im weltweiten Wettbewerb steht.“ (Bildquelle: David Löh/Redaktion Plastverarbeiter)

Unter dem Motto „Kunststoffland NRW – Stark in die nächste Dekade“ bot der Jubiläumsbranchentag eine Mischung aus strategischen Themen und praktischen Hilfestellungen für den betrieblichen Alltag der Kunststoffverarbeiter. Zahlreiche Ehrengäste aus Wirtschaft und Politik, die den Verein geprägt haben, waren gekommen, um das Jubiläum zu feiern. Der Gastgeber war GWK Gesellschaft Wärme Kältetechnik, Meinerzhagen. Neben dem Blick zurück ging es vor allem darum gehen, wie heute die Weichen gestellt werden müssen. Dabei kam dem Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen, Garrelt Duin, eine Schlüsselrolle zu. Dem war er sich bewusst. Er erklärte, dass die Kunststoffbranche in NRW „eine innovative Branche“ ist, die „im weltweiten Wettbewerb steht.“ Daher wolle er sich der Herausforderung stellen, und in den Dialog mit den Unternehmen zu treten. Als größte Herausforderung identifiziert er den digitalen Wandel. Dabei sieht er das Bundesland vor der Frage stehen: „Sind wir das Bundesland oder Nachzügler dieser Entwicklung?“ Daher will er mehrere Kompetenzzentren zum gründen, die Fragen des digitalen Wandels bearbeiten sollen.

„Dem schlechten Ruf des Kunststoffs etwas entgegensetzen“

Kunststoffland NRW feiert zehnjähriges Jubiläum

Zum Branchentag des Kunststofflandes NRW kommen zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft. (Bildquelle: Kebox – Fotolia.com)

Peter Barlog, geschäftsführender Gesellschafter von Barlog Plastics, nennt zudem weitere Aspekte, die für die Konkurrenzfähgikeit der Kunststoffbranche essentiell sind: neben der Digitalisierung sind das die Infrastruktur und die Kosten für Energie. Hinsichtlich Infrastruktur meint er außer dem Straßenbau vor allem eine schnelle Internetanbindung auch in Ortsrandlagen, die derzeit noch weiße Flecken beim schnellen Internet sind. Dort befinden sich aber in aller Regel die Unternehmen, und eben nicht in den Stadtzentren. Zudem ist Barlog der Meinung, dass „der schlechte Ruf des Kunststoffs“ hinderlich ist, „gute Nachwuchskräfte zu bekommen.“ Daher müsse man diesem Ruf in der Öffentlichkeit etwas entgegensetzen und erklären, was der Kunststoff tatsächlich leistet. Spätestens an dieser Stelle kommt der Branchenverein Kunststoffland-NRW ins Spiel, der sich auf die Fahnen geschrieben hat, die genannten Themen gegenüber Politik und Gesellschaft zu kommunizieren und die Interessen der Kunststoffbranche zu vertreten.

(dl)