3D-Drucker-Hersteller setzt auf Fahrerlose Transportsysteme

Der geplante Ansatz verfolgt zwei Zielsetzungen: Einerseits soll das FTS-System Module innerhalb einer Produktionslandschaft verfahren. Andererseits geht es um die Werksintralogistik in der automatisierten Bereitstellung von Pulvermaterial. (Bildquelle: Concept Laser)

Das Fahrerlose Transportsystem (FTS) von Swisslog ist ein strategischer Baustein der Maschinenlösung von Concept Laser, Lichtenfels, der M-Line Factory. Diese beinhaltet mehrere Module, die jeder für sich einen bestimmten Prozessschritt des Laserschmelz-Verfahrens ausführen. Die Aufgabe von Swisslog liegt hierbei darin, mithilfe der FTS das Verfahren von Modulen, Material oder Bauteilen zwischen Maschineneinheiten oder innerhalb einer Fabrik sicherzustellen. Dabei stehen intelligente Software für das Flottenmanagement der FTS sowie deren Energieversorgung im Fokus. Concept Laser zeichnet hingegen für den Aufbau auf dem Transportfahrzeug verantwortlich, um letztendlich Pulver oder Bauteile automatisiert an Module zu übergeben. Darüber hinaus ist das Andocken der Module Aufgabe der Lichtenfelser.

Der geplante Ansatz verfolgt also zwei Zielsetzungen: Einerseits soll das FTS-System Module zwischen den Maschineneinheiten oder innerhalb einer Produktionslandschaft verfahren. Andererseits geht es um die Werksintralogistik in der sicheren und automatisierten Bereitstellung von Pulvermaterial und Pulveraufbereitung.

Modulare additive Fertigung

Hintergrund für den Bedarf an Fahrerlosen Systemen ist die Aufspaltung von Produktionseinheit und Prozesseinheit der Anlagenarchitektur von Concept Laser, der M-Line-Factory. Diese ermöglicht eine räumlich getrennte Anordnung der Einheiten. Durch diese Aufsplittung können bestimmte Prozesse auch parallel ablaufen, die zuvor sequentiell ablaufen mussten. Dies spart letztendlich Zeit und Kosten bei der Produktion additiver Metallbauteile. Die Produktionseinheit, genannt M-Line Factory PRD, beinhaltet zudem drei voneinander unabhängige Module für die Pulverzufuhr, den Bauteilaufbau sowie für den Pulverüberlauf. Die Module werden mittels eines Tunnelsystems innerhalb der Produktionseinheit und der Prozesseinheit M-Line Factory PCD hin und her bewegt. Ebenso soll die Pulverbevorratung oder auch nachgelagerte Arbeitsstationen zukünftig automatisiert einbezogen werden.

(dl)


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