Formnext

Die Formnext 2016, Fachmesse für Werkzeugbau und additive Fertigung, verlief sehr erfolgreich: Mit gut 13.000 Besuchern kamen in diesem Jahr 50 Prozent mehr Menschen als im Vorjahr. (Bildquelle: Mesago)

Die Anzahl der Aussteller der Formnext erhöhte sich parallel zu der der Besucher ebenfalls um 50 Prozent. Die Aussteller kamen aus  28 Ländern und  zeigten, wie sich Produktideen vom Design über die Herstellung bis zur Serie effizient realisieren lassen. Im Zentrum standen dabei die additive Fertigung sowie die Werkzeugtechnik.

Von den Besuchern kamen 44 Prozent aus dem Ausland. Darunter waren Vertreter großer Markenhersteller. Darüber freuten sich auch die Aussteller: „Der Messestand war über die ersten Tage komplett voll mit internationalen Fachbesuchen, darunter Vertretern von OEMs wie Bosch und BMW. Insgesamt ein überaus positives Messeerlebnis“, so Uri Resnik, Geschäftsführer von OR Laser aus Dieburg.

Neue 3-Drucker und neue Anwendungen

Beispielsweise demonstrierte Arburg, Loßburg, das erweiterte Einsatzspektrum des Kunststoff-Freiformens in der industriellen Fertigung. Der Freeformer, der auf Basis von kostengünstigen qualifizierten Standardgranulaten arbeitet, wird vor allem im Hinblick auf die Qualifizierung weiterer Materialien und auf einen prozesssicheren Dauerbetrieb fortentwickelt. Erstmals produzierte auf der Formnext ein Freeformer aus einem PLA-Granulat additiv ein individuell angepasstes Implantat für Gesichts- und Schädelknochen. Damit wollte Arburg unter anderem demonstrieren, dass sich mit dem System prinzipiell die gleichen Materialien verarbeiten lassen – zum Beispiel medizinisches Polylactid (PLA) – wie auf einer Allrounder-Spritzgießmaschine.

Das ehemalige Start-up-Unternehmen Bigrep, Berlin, stellte auf der Formnext verschiedene Neuheiten zur Erweiterung seines 3D-Drucker-Sortiments vor. Darunter den gemeinsam mit dem Engineering-Unternehmen Kühling & Kühling entwickelten Bigrep Tech Drucker (VP 75), der für High-End-Anwendungen etwa in der Medizintechnik konzepiert wurde. Es handelt sich um den ersten 3D-Drucker im Bigrep-Portfolio, der laut Hersteller technische Polycarbonate verarbeiten kann.

Von den Besuchern der Formnext kamen 44 Prozent aus dem Ausland. Darunter waren Vertreter großer Markenhersteller. Darüber freuten sich auch die Aussteller: „Der Messestand war über die ersten Tage komplett voll mit internationalen Fachbesuchen, darunter Vertretern von OEMs wie Bosch und BMW. Insgesamt ein überaus positives Messeerlebnis“, so Uri Resnik, Geschäftsführer von OR Laser, Dieburg.

Fachkonferenz additive Fertigung

In Kooperation mit dem Partner TCT nahm die Konferenz der Formnext an den vier Messetagen die Zukunft der additiven Fertigung genauer unter die Lupe. Unter den Referenten waren unter anderem die Paraolympionikin Denise Schindler und Experten aus dem 3D-Druck-Bereich. Insgesamt besuchten 647 Teilnehmer (gebuchte Tageskarten) aus 25 Nationen die Konferenz der Formnext, um sich Wissen über aktuelle und künftige Entwicklungen sowie über konkrete Anwendungsbeispiele anzueignen.

Die nächste Formnext findet vom 14. bis 17.11.2017 in Frankfurt am Main statt.

(dl)


Bildergalerie: Geräte für die additive Fertigung

Diese Bildergalerie enthält die wichtigsten Maschinen und Geräte für die additive Fertigung. Technische Details und weitere Geräte enthält die Digitale Marktübersicht 3D-Drucker.