VDI: Jobperspektiven für deutsche Ingenieure weiterhin gut

Unter den Ingenieuren herrscht Vollbeschäftigung.(Bildquelle: Monkey_Business – Fotolia.com)

Der Ingenieurmonitor wird vierteljährlich vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des VDI, Düsseldorf, erstellt. In der aktuellen Ausgabe des VDI/IW-Ingenieurmonitos für da 3. Quartal 2016 zeigt sich, dass wie im zweiten Quartal die Branche Bau, Vermessung und Gebäudetechnik, Architekten die meisten offenen Stellen aufweist (25.090). Hohen Ingenieurbedarf meldeten auch die Bereiche Maschinen- und Fahrzeugtechnik (15.610) sowie der Bereich Energie- und Elektrotechnik (14.300). Die steigende Nachfrage bei einer gleichzeitig niedrigen Zahl von Arbeitslosen in den Ingenieurberufen führt dazu, dass die Arbeitslosenquote sich auf einem konstant niedrigen Niveau von zwei Prozent bewegt und somit Vollbeschäftigung herrscht.

Vollbeschäftigung unter Ingenieuren

Die positive Entwicklung in den Ingenieurberufen lässt sich bundesweit beobachten. Mit Ausnahme von Baden-Württemberg stieg in allen Regionen die Engpassrelation. Das heißt, verglichen mit dem Vorjahresquartal waren pro arbeitslos gemeldeter Person mehr offene Stellen zu besetzen. Dieser Wert lag in nahezu allen Bundesländern deutlich über 2:1. Lediglich Sachsen und Berlin/Brandenburg lagen darunter. Dass nach wie vor deutliche regionale Unterschiede existieren, unterstreichen die Enden der Skala der Engpassrelation. Die Engpasskennziffer in Bayern lag mit einem Wert von 411 offenen Stellen zu 100 Arbeitslosen mehr als drei Mal so hoch wie in Berlin/Brandenburg (119), wobei Berlin/Brandenburg verglichen zum Vorjahresquartal den höchsten Anstieg verzeichnete.

Die hohe Nachfrage nach Ingenieuren im Bereich Bau, Vermessung und Gebäudetechnik, Architekten dürfte zum Großteil auf den anhaltenden Bauboom in Deutschland zurückzuführen sein. In den ersten sieben Monaten des Jahres wurde der Bau von insgesamt 213.600 Wohnungen genehmigt – ein Zuwachs von gut 26 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes ist dies der höchste Wert seit dem Jahr 2000. Haupttreiber der positiven Konjunktur in der Baubranche sind die anhaltend niedrigen Zinsen sowie die Unterbringungen von Flüchtlingen.