Formnext vereint konventionelle und additive Fertigung

Zum zweiten Mal findet die Fachmesse Formnext in Frankfurt statt. Neben den additiven Fertigungsverfahren stehen insbesondere der Werkzeug- und Formenbau im Zentrum der Messe. (Bildquelle: Mesago)

Die Messe findet vom 15. – 18.11. auf dem Gelände der Messe Frankfurt statt. Bei der Zahl der Aussteller und bei der Ausstellungsfläche legt die Formnext deutlich zu: Sie belegt auf rund 18.500 m² die komplette Halle 3.1 des Frankfurter Messegeländes.

Sonderschauen: Luftfahrt, Werkstoffe, Start-ups

Auf der Sonderschau „AM meets Aerospace“ erfahren Besucher, wie sich die additive Fertigung und Produktentwicklung in der Luft- und Raumfahrt einsetzen lassen. Unternehmen wie die Zivil-Sparte von Airbus, der Triebwerkshersteller MTU, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) oder das Laser Zentrum Nord präsentieren aktuelle Anwendungen.

Die Sonderschau „Werkstoffe“ zeigt neueste Entwicklungen im Bereich Werkstoffe für die konventionelle und additive Fertigung. Sie thematisiert auch, welchen Einfluss Materialien für die additive Serienfertigung haben können. Dabei werden konventionell und additiv gefertigte Bauteile aus unterschiedlichen Industrien und Werkstoffen gegenübergestellt.

Auf der Fläche der Start-up Challenge präsentieren die jungen Sieger des gleichnamigen Wettbewerbs ihre Ideen und Innovationen. Offiziell prämiert werden die fünf Gewinner am ersten Messetag. Unter dem Motto „3D Druck für den mobilen Menschen“ zeichnet zudem die Purmundus Challenge 2016 Produktideen aus.

Gesamte Prozesskette repräsentiert

Viele Unternehmen der Additive-Manufacturing-Branche sind auf der Formnext 2016 als Aussteller vertreten. Darunter sind 3D Systems, Additive Industries, Alphacam, Arburg und Concept-Laser. Daneben baute die Messe die Fachbereiche entlang der gesamten Prozesskette aus. Von den Branchenführern der Maschinenbauindustrie präsentieren sich Hermle, Matsuura, Hage und die DMG-Tochter Sauer. 28 Werkzeug- und Formenbau-Unternehmen stellen auf der Fachmesse aus und unterstreichen die wachsende Bedeutung dieses Sektors.

Konferenz gibt Einblick in 3D-Druck-Anwendungen

Die Paraolympionikin Denise Schindler erzählt in ihrer Keynote zum Auftakt der Konferenz, wie Additive Technologien sportliche Höchstleistungen ermöglichen. Der Marktanalytiker Terry Wohlers beschreibt die aktuelle Situation und zeichnet ein Bild der Zukunft. Anwender wie BMW, Deutsche Bahn, Procter & Gamble oder das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt zeigen konkrete Anwendungen, zum Beispiel in der Ersatzteilversorgung, im Sport, im Konsumgüterbereich oder in der Luft- und Raumfahrt. Ziel der Konferenz ist es, den Teilnehmern ein umfangreiches Know-how und zahlreiche Anregungen zu vermitteln, wie sie die additive Fertigung selbst einsetzen können.

Formnext unterstützt Wettbewerb der besten Werkzeugbauer

Die Formnext hat eine Kooperation mit„Excellence in Production“ (Werkzeugbau des Jahres) und dem Aachen Center for Additive Manufacturing (ACAM) vereinbart. Durch die Zusammenarbeit stärke die Messe ihr Know-how und ihre Teilhabe an aktuellen und künftigen Branchenentwicklungen sowie Forschungsarbeiten, wurde mitgeteilt. Dies treffe sowohl auf die konventionellen Technologien als auch die Additive Fertigung zu.

„Excellence in Production“ zeichnet bereits seit 13 Jahren die besten Werkzeugbau-Unternehmen im deutschsprachigen Raum aus. In diesem Jahr haben sich 279 Unternehmen um den begehrten Titel beworben, die Preisverleihung findet am 26.10.2016 statt. Als Sponsor bei „Excellence in Production“ unterstützt die formnext den Wettbewerb und unterstreicht die zentrale Bedeutung, die der Werkzeug- und Formenbau in der modernen Produktentwicklung hat.

(dl, rma)