Die Kunststoffbranche wird im Gehaltsreport 2016 von Stepstone zwar nicht gesondert aufgeführt, dafür kommen mehrere Bereiche vor, zu denen unter anderem Kunststoffverarbeiter sowie Rohstoff- und Maschinenhersteller gehören. So bilden die Chemiebranche und die darin enthaltenen Rohstoffhersteller im weiteren Sinne die Spitze: Dort zahlen die Unternehmen im Durchschnitt am meisten: 52.054 EUR pro Jahr inklusive varible Anteile. Knapp dahinter folgt die Automobilbranche mit durchschnittlich 50.216 EUR.

Wem es nach dem Studium vor allem um ein hohes Gehalt geht, sollte sich also in der Chemie- oder Automobilbranche umsehen. Allerdings dürften in erster Linie die Großkonzerne der beiden Branchen die Durchschnittsgehälter in die Höhe treiben. Diese sind seit jeher bekannt dafür, die Top-Gehälter zu zahlen. Repräsentativ für alle Firmen sind diese dagegen nicht. Das gilt in geringerem Maße für alle Branchen: Einzelne Spitzenzahler reißen den Durchschnitt hoch, wodurch dieser wenig Auskunft darüber gibt, wie viel ein potenzieller neuer Mitarbeiter eines bestimmten Unternehmens einer Branche in etwa erwarten kann.

Auf den Plätzen drei bis fünf stehen die Banken (49.960 EUR), Pharamindustrie (48.977 EUR) und die Luft- und Raumfahrt (48.274 EUR). Nach der Metallindustrie (48.267 EUR) und Elektrotechnikbranche (48.051 EUR) folgen auf Platz  acht der Maschinen- und Anlagenbau, dessen Unternehmen Berufseinsteigern im Durchschnitt 46.876 EUR im Jahr bezahlen. Auf den Plätzen neun und zehn stehen Unternehmensberatungen (46.135 EUR) und Versicherungen (46.071 EUR).

Ingenieure verdienen von Anfang an gut

Betrachtet man statt der Branchen die Studiengänge, zeigt sich, dass es sich nach wie vor lohnt, ein Ingenieursstudium zu absolvieren. Wirtschaftsingenieure und alle anderen Ingenieure verdienen zu Anfang ihrer Karriere im Durchschnitt 47.325 EUR beziehungsweise 46.477 EUR. Sie liegen damit auf den Plätzen drei und vier, hinter den Medizinern (52.036 EUR) und den allgemeinen Naturwissenschaften (47.618 EUR), wie Chemie, Biologie oder Physik.

(dl)