Wacker Primer G 790 toluene free besitzt die gleiche haftvermittelnde Wirkung wie sein Vorgänger. Auch er eignet sich zur Vorbehandlung harter Substrate wie beispielsweise Aluminium, Edelstahl, Glas, Epoxidharz und glasfaserver stärkten Kunststoffen. Das Produkt unterscheidet sich aber hinsichtlich der Zusammensetzung des Lösemittels. Es enthält weder Toluol noch andere Aromaten. Die dünnflüssige, leicht gelblich aussehende Lösung enthält als haftvermittelnde Wirkstoffe reaktive Siliconharze und organische Silicate. Als Lösemittel dient ein Gemisch aus aliphatischen Kohlenwasserstoffen. Die Lösung wird in möglichst dünner Schicht im Sprüh-, Tauch- oder Streichverfahren auf die zuvor gründlich gereinigten Untergründe appliziert. Nach Verdunstung des Lösemittels vernetzen die Wirkstoffe unter der Einwirkung von Luftfeuchte. Dabei bildet sich ein Siliconharzfilm, der chemisch an das Substrat gebunden ist. Ein anschließend aufgebrachter Siliconkautschuk verankert sich während seiner Vulkanisation auf dem Film. Resultat ist ein dauerhaft fester Metall-, Glas- oder Kunststoff-Silicon-Verbund. Die Möglichkeit, eine stabile Verbundhaftung bilden zu können, ist für die Herstellung von Zwei-Komponenten-Artikeln essenziell. Das mit dem Haftvermittler grundierte Substrat lässt sich als Hartkomponente in Hart-weich-Verbundformteilen verwenden. So kann es beispielsweise in das Formwerkzeug einer Spritzgießmaschine eingelegt und mit einem Flüssigsiliconkautschuk überspritzt werden. Nur nach vorheriger Grundierung baut sich hierbei eine hinreichend starke Haftung zwischen Silicon und Hartkomponente auf.

 

Halle/Stand 6/A10