Leichter Exportrückgang im ersten Halbjahr

Die Räder im Export von Maschinen- und Anlagen haben sich leicht verlangsamt. Bildquelle: Sarunas-Krivickas – Fotolia.com

„Damit können wir angesichts der schwierigen Umstände in vielen Regionen der Welt durchaus zufrieden sein“, sagte Olaf Wortmann, Konjunkturexperte des VDMA. „Trotz aller politischer Turbulenzen erweist sich die EU, in die fast die Hälfte (47,3 Prozent) der exportierten Maschinen verschickt werden, als Stabilitätsanker“, ergänzte Wortmann. „Die Ausfuhren in die EU stiegen um 1,7 Prozent, die Exporte in die Euro-Zone sogar um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahrszeitraum.“ Leicht rückläufig (minus 0,9 Prozent) waren die Exporte in die USA. Die Vereinigten Staaten sind seit dem vergangenen Jahr, als die Ausfuhren dorthin um starke 11,2 Prozent expandiert hatten, mit 10,7 Prozent Anteil wieder der größte Auslandsmarkt der deutschen Maschinenbauer. Der Export nach China (9 Prozent Anteil an allen Ausfuhren) gab sogar um 11,5 Prozent nach. Auf dem russischen Markt verblieb nach dem dramatischen Rückgang des Vorjahres nun eine vergleichsweise kleine Minusrate von 5,2 Prozent. Der Export in die ölpreisabhängigen OPEC-Märkte schrumpfte im Durchschnitt um 16,3 Prozent. In einigen Märkten wie Saudi-Arabien und Brasilien waren die Bremskräfte für die Maschinenexporte allerdings doppelt so hoch. Ein kräftiges Plus von 5,6 Prozent verzeichnete dagegen der Export in die Türkei. Auch die Ausfuhren in die südostasiatischen Märkte konnten um 2,1 Prozent zulegen. Verdoppelt hat sich der Export nach Ägypten. „Damit war Ägypten für die deutschen Maschinenexporteure zum ersten Mal seit langem deutlich der stärkste Markt in der Region Mittelost/Nordafrika“, resümierte Wortmann.

[rm]