Leichtbau: Ausbau der Kooperationen zwischen Fraunhofer und Fachhochschulen

Anlässlich der Kooperation besuchte Dr. Simone Raatz (MdB) den Wildauer Institutsteil des Fraunhofer IAP. | v.l.: Dr. Christian Dreyer, Prof. Alexander Böker, Dr. Simone Raatz, Prof. Michael Herzog, Maximilian Steiert. (Bildquelle: Fraunhofer)

Eine der Kernmaßnahmen im Handlungsfeld Leichtbau / Verbundwerkstoffe ist der Aufbau eines Kompetenzzentrums für energie- und ressourceneffizienten Leichtbau am Standort Wildau unter der Federführung des IAP. „Das Kompetenzzentrum wird eine Art One-Stop-Shop für Leichtbautechnologien. Es soll wissenschaftliche Leichtbaupotenziale bündeln, als Multiplikator für Industrie wirken und Verbundforschungsprojekte initiieren“, erklärt Prof. Alexander Böker, Leiter des Fraunhofer IAP. Die Forschungsgruppe „Thermosets im Leichtbau“ unter der kommissarischen Leitung von Prof. Dr. Michael Herzog soll die Kooperation zwischen Fachhochschule und Pyco intensivieren und Synergieeffekte durch die gegenseitige Nutzung der sich ergänzenden Ausstattung und des jeweiligen Know-hows schaffen. Insbesondere die Aktivitäten zu effizienteren Herstellungsverfahren von Leichtbaumaterialien sollen ausgebaut werden. Die Gruppe wird in den beiden Technika von Pyco in Nachbarschaft zur TH Wildau aufgebaut. Die Forschungsgruppe besteht seit 2015 und umfasst momentan drei Mitarbeiter, die über das Kooperationsprogramm Fachhochschule der Fraunhofer-Gesellschaft mit 1 Mio. EUR anschubfinanziert werden. Die Forschungsgruppe soll sich nach Auslaufen der Förderung entsprechend dem Fraunhofer-Modell selbst finanzieren und wachsen.

Das von Böker geleitete Fraunhofer IAP in Potsdam-Golm ist spezialisiert auf Forschung und Entwicklung von Polymeranwendungen. Es unterstützt Unternehmen und Partner bei der maßgeschneiderten Entwicklung und Optimierung von innovativen und nachhaltigen Materialien, Prozesshilfsmitteln und Verfahren. Neben der umweltschonenden, wirtschaftlichen Herstellung und Verarbeitung von Polymeren im Labor- und Pilotanlagenmaßstab bietet das Institut auch die Charakterisierung von Polymeren an. Synthetische Polymere auf Erdölbasis stehen ebenso im Fokus der Arbeiten wie Biopolymere und biobasierte Polymere aus nachwachsenden Rohstoffen.

(ml)