Mit 3D-Scannern Zeit sparen

Das Vermessen der Anlage vor der Inbetriebnahme erleichtert unter anderem die Roboterprogrammierung, da Toleranzabweichungen bereits frühzeitig korrigiert werden. Dadurch sinkt der Aufwand für das Nachteachen erheblich. (Bildquelle: Knur)

Mittels einer 3D-Vermessungssoft- und -Hardware, dem Faro Laser Tracker und den Faro Arm,  vermisst Knur Maschinenbau, Regensburg, exakte Positionen eines Bauteiles und kann diese mit den CAD-Daten im XYZ-Koordinaten System vergleichen. Diese Art der Vermessung ermöglicht es dem Unternehmen, kleine und große Bauteile oder Roboterkonstruktionen auf zwei Zehntel Millimeter genau zu vermessen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Geometrien von Bauteilen lassen sich so exakt kontrollieren. Zudem erleichtert die vorherige, beziehungsweise im Fertigungsprozess angesiedelte Vermessung die Roboterprogrammierung, da Toleranzabweichungen bereits frühzeitig korrigiert werden.

Mit 3D-Scannern Zeit sparen

Der Einsatz der Lasertracker ermöglicht es, die Bewegungsradien von Roboterhänden bereits vorab genau zu berechnen, zu programmieren und virtuell darzustellen. So müssen diese während des späteren Aufbaus und der Inbetriebnahme lediglich feinjustiert werden. (Bildquelle: Knur)

Die vorgelagerte Offline-Programmierung ermöglicht so eine virtuelle 1:1 Darstellung der Automationsanlagen und Greifer, wie sie später im Einsatz arbeiten. Mit diesem Verfahren lassen sich virtuell nahezu alle prozessrelevanten Merkmale darstellen. Die direkte Kombination von CAD-Konstruktionsdaten mit den Daten der 3D-Vermessung bilden virtuell 95 Prozent der späteren Anlage ab und begleiten Konstruktion und Montage während des gesamten Prozesses. Zum Beispiel lassen sich Bewegungsradien von Roboterhänden bereits vorab genau berechnen, programmieren und virtuell darstellen. So müssen diese während des späteren Aufbaus und der Inbetriebnahme lediglich feinjustiert werden. Parallel werden die Messdaten in einem Messprotokoll festgehalten.

Laser-Vermessung ganzer Automationsanlagen

Die flexible Handhabung der Vermessungstechnik ermöglicht es dem Unternehmen auch, innerhalb von Maschinen zu messen. Zum Beispiel kann eine Prüflehre noch im Fertigungsprozess in der Maschine das Werkzeug vermessen, woraufhin diese Daten mit den CAD-Daten abgeglichen oder kurzfristig angepasst werden können.

Mittels eines Lasertrackers vermisst das Unternehmen auch komplette Fertigungsstraßen am späteren Aufbauort. Anhand der auf diese Weise gewonnenen CAD-Daten der Automationsanlage kann das Unternehmen sicherstellen, dass Hindernisse für den späteren Aufbau der Anlage, wie Versorgungsrohre an der Decke, Wasseranschlüsse oder Bodenunebenheiten, bereits im Vorfeld millimetergenau berücksichtigt werden.

Mit 3D-Scannern Zeit sparen

Mittels eines Lasertrackers vermisst das Unternehmen auch komplette Fertigungsstraßen am späteren Aufbauort. Anhand der auf diese Weise gewonnenen CAD-Daten kann es sicherstellen, dass Hindernisse für den späteren Aufbau der Anlage, wie Versorgungsrohre an der Decke, Wasseranschlüsse oder Bodenunebenheiten, bereits im Vorfeld millimetergenau berücksichtigt werden. (Bildquelle: Knur)

Ein weiterer großer Vorteil der Vermessung der späteren Produktionshalle ist, dass so die komplette Roboterprogrammierung ebenfalls bereits im Vorfeld angepasst und ein Nachteachen nach dem Aufbau verringert wird. Die Software ermöglicht es zusätzlich, die Schlitten- und Krahnbahnen inklusive ihrer Bewegungen zu simulieren, bis hin zu Kollisionsprüfungen in Teilbereichen oder der gesamten Anlage.

Durch den Einsatz des spezialisierten Personals und der exakten Laser-Vermessung verringert das Unternehmen unterm Strich das Gefahrenpotenzial und den Programmieraufwand für die Roboter sowie die Montagezeit der Automationsanlage.

Über den Autor

Michael Krüger

ist Marketingleiter von ASS Maschinenbau in Overath.