BASF will Geräusche und Vibrationen von Kunststoffteilen verringern

Auf der Forschungspressekonferenz am Dienstag in Ludwigshafen betonte BASF, Ludwigshafen, die eigene Forschung und Entwicklung beschleunigen zu wollen. Auf dem Feld der Kunststoffe gehört dazu vor allem, durch Material- und Bauteildesign die Beeinträchtigung durch Geräusche und Vibrationen zu verringern. (Bildquelle: BASF)

Für die Forschungsplattform Advanced Materials & Systems Research von BASF gewinnt das Thema „Noise, Vibration and Harshness“ an Bedeutung, denn sowohl die Geräuschkulisse als auch Vibrationen nehmen durch die fortschreitende Automatisierung im privaten und beruflichen Umfeld immer weiter zu. Gleichzeitig verändern sich die Geräusche. Das ist beispielsweise bei Elektroautos im Vergleich zu Benzin- oder Dieselfahrzeugen zu spüren: Bei E-Autos ist das Motorengeräusch zwar leiser, aber dafür treten andere Frequenzen in den Vordergrund, die als störend empfunden werden und reduziert werden sollen. Ein anderes Beispiel sind Haushaltsgeräte. In den Haushalten gibt es nicht nur immer mehr elektrische Geräte, sie werden auch leistungsfähiger. Die dadurch entstehenden Geräusche und Vibrationen müssen verringert werden. Ein interdisziplinäres BASF-Team aus Chemikern, Physikern und Ingenieuren verbessert verschiedene Polymer-Lösungen, mit denen sich Schwingungen vom fühlbaren bis hörbaren Bereich, also von 1 Hertz bis 20.000 Hertz, optimieren lassen. Mithilfe von Computersimulationen kann das Design von Bauteilen je nach Frequenzbereich und Anforderung verändert beziehungsweise die Molekül- oder Schaumstruktur der verwendeten Materialien (Polyamide, Polyurethane, Melaminharzschäume) angepasst werden.

„Erfolgsfaktoren für unsere Forschung sind Kreativität, Effizienz und Integration“, erklärte Dr. Martin Brudermüller, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Chief Technology Officer bei BASF. Kreativität zu fördern und die dafür notwendigen Bedingungen zu schaffen, gehöre zu den wichtigsten Aufgaben. Unterstützt werde kreatives und effizientes Arbeiten auch durch Integration. „Dazu müssen wir die Kompetenzen unseres Forschungs- und Entwicklungsverbunds weltweit intelligent kombinieren und gleichzeitig unsere Netzwerke außerhalb des Unternehmens nutzen.“

(dl)