Hier einige Beispiele: Die Glasfasergehalte der halogenfrei flammgeschützten PBT-Compounds Pocan BFN reichen bis 30 Prozent. Damit soll sichergestellt werden, dass sie nicht nur in ökologischer Hinsicht, sondern auch von ihrem technischen Leistungsprofil her eine Alternative zu PBT-Compounds mit halogenhaltigem Flammschutzpaket sind. Sie weisen zum Beispiel eine bessere Wärmestabilität sowie höhere Kriechstrom- und Durchschlagfestigkeiten auf. Ihre mechanischen Eigenschaften lassen sich über den Glasfasergehalt annähernd dem Niveau ihrer Pendants mit halogenhaltigem Flammschutz angleichen. Weiterhin demonstrierte der Chemiespezialist an einem Fleischwolf die Chancen, die hochverstärkte Polyamide in der Konstruktion sehr steifer und fester Bauteile für hochbeanspruchte Anwendungen eröffnen. Trotz ihres hohen Verstärkungsgrades sind die Materialien so fließfähig wie Standard-Polyamide mit deutlich niedrigerem Füllstoffgehalt, weshalb sie ebenfalls für dünnwandige Konstruktionen eingesetzt werden können. Weiter stand im Fokus die breit gefächerte Palette an neuen Werkstoffen für LEDs und andere Lichttechniken. Eine Innovation für LED-Chips sind Compounds auf Basis von Polycyclohexylendimethylenterephthalat.  Diese altern kaum unter Wärmebelastung, so dass ihr hohes Reflexionsvermögen im Gegensatz zu Hochtemperatur-Polyamiden nicht nachlässt. Ebenfalls neu ist ein Polyamid 6, das nicht nur eine hohe Lichtreflexion und Wärmeleitfähigkeit zeigt, sondern auch sehr flammwidrig ist. Für den Einsatz von Elektronik im Automobil wurde ein hydrolysestabilisierter PBT-Typ für sicherheitsrelevante Bauteile, die in feucht-heißem Klima nicht versagen dürfen. Die Glasfasergehalte reichen von 15 bis 45 Prozent. Auch eine unverstärkte Variante ist im Angebot. Zu den Produktneuheiten zählt das hydrolysestabile und dabei auch sehr flammwidrige Pocan BF 4232 HR. Es erfüllt die Flammschutzprüfung UL 94 der US-amerikanischen Prüfgesellschaft Underwriters Laboratories (UL) in allen zu prüfenden Farben mit der besten Einstufung V-0 bereits ab 0,4 mm Probekörperdicke.